Der größere Zusammenhang:

 

Bodenfunktion - Fruchtbarkeit - Erosion,

 

Der Boden als CO2-Speicher


Der Meister des Bodens

 

NaturNah -

Salbei, Lavendel, Minze, Indianernessel oder Zitronenverbene: Heinz Grotzke und Anke Brauman hegen und pflegen den Rügener Boden, auf dem ihre duftenden Teekräuter wachsen.

Die Kräuter von Heinz Grotzke und Anke Braumann in Frankenthal auf Rügen stehen gut, trotz der langen Trockenheit im Jahr 2018.

50 Jahre lang war Heinz Grotzke erfolgreicher Kräuterfarmer in den USA. Die Gesundheit des Bodens beschäftigt ihn seit Jahrzehnten. Lebendig muss der Boden sein, er muss gehegt und gepflegt werden, denn der Boden merkt sich alles, sagt Grotzke. Anke Braumann ist Zahnärztin, Anfang 50, und schon immer Verfechterin von Alternativen zur konventionellen Landwirtschaft.

                                                                                      Zum Film > NDR 28Min.

                                                                                   Film nicht mehr verfügbar

 

 


Aufbauende Landwirtschaft am Tempelhof

 

Natürliche Kreisläufe für einen vielfältigen und gesunden Lebensraum

 

Im Jahr 2018 wurde seit Mai in verschiedenen Zeiträumen und mit verschiedenen angepassten Methoden die Artenvielfalt am Tempelhof untersucht. Die Ergebnisse sollen zum Einen Aufschluss geben, wie der aktuelle Zustand unserer Landschaft ist und ermöglichen, direkte Maßnahmen umzusetzen, um den Erhalt der Artenvielfalt zu unterstützen und zum Anderen die Ausgangsbasis für spätere Vergleichsstudien liefern.  

 Der Biologe Christian Andres hat die Untersuchung für uns durchgeführt und nun seinen Abschlussbericht vorgelegt. Bereits während der Untersuchung hat er praktische Maßnahmen vorgeschlagen, die das Landwirtschaftsteam vor Ort im laufenden Betrieb umsetzen kann, um die Biodiversität zu schützen. 

           

                                                                               lebendige-landwirtschaft.de

 


Bodenarten

 

Fruchtbare Böden bestehen aus einer Mischung der Bestandteile Sand, Lehm bzw. Schluff und Ton.

 

Lehmig

 

Lehmboden enthält neben Sandkörnern vor allem kleine, 'mehlige' Bodenpartikel, die Schluff genannt werden und in den Fingerrillen haften bleiben. Er ist bindig und mit den Fingern formbar, wird aber beim Ausrollen schnell rissig. Lehmige, schluffige Böden können - vor allem wenn sie aus Löss entstehen - gut Wasser speichern und haben ausreichende Nährstoffvorräte. Ihnen muss meist nur die Menge an Kalk und Humus zugeführt werden, die durch die Pflanzen verbraucht wird. 

                                                                                                    bodenwelten.de

Der Boden lebt:                                                                            bodenwelten.de

 


Bodenuntersuchung

 

Der Boden ist nicht nur Halt und Stütze für die Pflanzen, sondern auch Lieferant für Wasser und Nährstoffe (Hauptnährstoffe, Spurenelemente usw.). Viele Böden in Privatgärten sind jedoch über- oder unterversorgt. Im Gemüsegarten herrscht häufig ein Überschuss an Nährstoffen, während andere Gartenbereiche Mangel leiden. Das liegt daran, dass die Gemüsegärten oft jahrelang sehr hohe Kompostgaben, Mistpackungen und Mineraldüngergaben erhielten, während andere Bereiche hinsichtlich Nährstoffversorgung sich selbst überlassen blieben.

 

                                                                                                   gartensaison.de

 


Die Zerstörung der Böden

 

Böden sind die Grundlage für die Erzeugung unserer Nahrungsmittel, und daher eines der kostbarsten Güter der Menschheit. Und dennoch werden die Böden großräumig zerstört: Fast ein Viertel der vom Menschen genutzten Landfläche ist heute durch Erosion geschädigt, wertvolle Böden werden immer weiter überbaut oder durch Eintrag von Giften geschädigt. 

 

Mit der >> Erfindung der Landwirtschaft begann eine Entwicklung, in deren Verlauf die natürliche Pflanzendecke der Erde an geeigneten Standorten allmählich durch vom Menschen gezüchtete Pflanzen ersetzt wurde - heute sind etwa die Hälfte der Erdoberfläche in Acker- oder Weideland umgewandelt (der Rest ist zum größten Teil für die Landwirtschaft ungeeignet);

 

ein Viertel davon werden intensiv als Ackerland genutzt. Damit haben wir auch die Verantwortung für den Erhalt der Böden übernommen, die die Fruchtbarkeit des Acker- oder Weidelandes garantieren. Aber Übernutzung und/oder falsche Bewirtschaftung sowie vom Menschen verursachte Umweltveränderungen gefährden die Böden in großem Ausmaß, und damit auch die Sicherheit unser Nahrungsmittelversorgung. 

 

Vom Beginn der Landwirtschaft an hat der Mensch die Chemie der Böden verändert: Mit den geernteten Pflanzen werden Nährstoffe entfernt. Lange Zeit gelangten die Nährstoffe noch auf die Felder zurück, aber seit dem Entstehen der Städte gelangen sie meist in Abwasserkanäle, Flüsse und Meere - und waren damit für die Landwirtschaft verloren.

 

Im 19. Jahrhundert konnten mit sinkenden Transportkosten fossile Düngemittel (Guano aus Peru oder Chile) eingeführt werden; mit der Entdeckung von Verfahren zur technischen Herstellung von Phosphaten und Stickstoff (>> hier) wurden zunehmend Kunstdünger eingesetzt. Und die >> Industrielle Revolution führte dazu, dass auch die Landwirtschaft mechanisiert werden konnte.  ....                         

                                                                                          Oekosystem-Erde.de

 


Die Folgen der
industriellen Landwirtschaft

 

Die industrielle Landwirtschaft erzeugt reichlich billige Nahrung, hat aber in den reichen Ländern die bäuerliche Landwirtschaft weitgehend zerstört und die armen Ländern in ein ungerechtes Handelssystem gezwungen; sie ist hochgradig von billigen fossilen Brennstoffen abhängig, verbraucht und verschmutzt enorme Mengen Wasser, zerstört Böden und verändert den Stickstoff- und Phosphatkreislauf der Erde. 

                                                                                           Oekosystem-Erde.de

 


Von Lebensraum bis Klimaschützer

 

Der Boden und seine Funktionen

 

Lebensraum, Wasserspeicher und Wasserfilter, Grundlage für unsere Ernährung und Klimaschützer – unser Boden ist viel mehr als nur der Untergrund, auf dem wir gehen. Seine Aufgaben sind vielfältig und ohne ihn würde unser Ökosystem nicht funktionieren.  

 

Unten tobt das Leben: der Boden als Lebensraum

 

Betrachtet man das Leben auf Erden, denken wir meist an das Meer, die Lüfte und das Land. Die zahlreichen Lebewesen unter unseren Füßen vergessen wir häufig. Dabei haben sie eine überaus große Bedeutung für unser Leben und unsere Natur. Auf einem Quadratmeter Boden mit einer Tiefe von dreißig Zentimetern befinden sich rund achtzig Regenwürmer, fünfzig Asseln, eine Million Fadenwürmer und Wimpertierchen, eine Milliarde Pilze und eine Billion Bakterien! Wir können also behaupten: unter unseren Füßen tobt das Leben!
............
Böden sind außerdem wichtige Kohlenstoffspeicher. Sie speichern fünf Mal so viel Kohlenstoff wie alles Leben oberhalb der Erde und doppelt so viel wie unsere Atmosphäre. Durch die Pflanzen gelangt rund die Hälfte des Kohlenstoffes in den Boden und wird dort gespeichert. Dies kann jedoch nur geschehen, wenn die Pflanzen im Boden wachsen und auch dort verrotten können. 

Im Laufe der Abbauprozesse des Bodens wird der Kohlenstoff in Form von Kohlendioxid wieder freigesetzt. Das geschieht zum Beispiel bei der Trockenlegung von Mooren. Wenn Torf abgebaut wird, der unter anderem für Gartenerde genutzt wird, gelangen enorme Mengen des schädlichen Gases in die Umwelt.

Wer torffrei gärtnert, schützt also das Klima.                                                                                                              nabu.de

 

 

Die Naturressource Boden ist Grundlage für menschliches Leben und gesellschaftliche Entwicklungsprozesse. Aber fruchtbarer Boden ist ein knappes, hoch sensibles und zerstörungsanfälliges Gut.

 

„Bezeichnungen wie «Mutter Erde» oder «Mutter-Boden» machen deutlich, wie der Boden in früheren Kulturen geschätzt, geschont und verehrt wurde. Mit der industriellen Produktion wurde der Boden dagegen zu einem Produktionsmittel degradiert, das schonungslos ausgebeutet wurde.

 

Erst an den folgenreichen Bodenbeeinträchtigungen durch den «Sauren Regen» und den Gau in Tschernobyl im April 1986 erkannte die breite Öffentlichkeit, dass der Boden mehr als ein Produktionsfaktor ist, dass der Mensch den Boden in vielerlei Hinsicht überlastet hat und dass der Schutz des Bodens eine lebenswichtige ökologische Verpflichtung aller darstellt.“ (LAMMERT 1989, S. 3). 

 

                                                                                                uni-muenster.de

 


Terra Preta


Schwarze Wundererde?

 

Was Pflanzenkohle im Garten tatsächlich leisten kann

 

Reiche Ernte aus dem eigenen Garten – aber bitte ohne Kunstdünger. Mit sogenannten Terra Preta-Produkten soll dieser Traum wahr werden. Doch funktioniert das? 

                                                                                                                  NABU

 

 

Terra Preta: Das Geheimnis der schwarzen Erde                                      youtube

 

Wundererde für das Wendland -                                                             youtube

 

Terra Preta    -                                                                                         youtube

 

Terra Preta    -                                                                                         youtube

 

Terra Preta selbst herstellen mit Bokashi, beste Erde für den Garten       youtube

 

 


Dauerhafte CO2-Verringerung durch Bio-Kohle?

 

Klimaschutz durch Biokohle in der deutschen Landwirtschaft: Potenziale und Kosten
– von Isabel Teichmann

Seit einigen Jahren wird Biokohle – ein kohlenstoffreiches Produkt aus Biomasse – als eine viel versprechende Klimaschutzoption diskutiert. Insbesondere besteht die Möglichkeit, der Atmosphäre langfristig Kohlenstoffdioxid zu entziehen, indem Biokohle in den Boden eingearbeitet wird. Gleichzeitig könnte dadurch die Bodenfruchtbarkeit erhöht werden.  

                                                                                                             Solarify

                                                                                                                Utopia

 


Holzkohle selbst herstellen

 

Sampada

Holzvergaserofen

 

Technische Daten des Sampada Holzvergaserofens :
Außenmasse ca. 25,0 cm x 25,0 cm x 40,0 cm, Gewicht 4,75 kg

Ein Holzvergaserofen für die Praxis. Im Sampada Holzvergaserofen lassen sich trockene organische Reste pflanzlichen Ursprungs effektiv verbrennen, auch Kleinteile, die ansonsten als Abfall in der Mülltonne landen oder ineffektiv auf dem Kompost.

Wirkungsweise - Verwendung des Sampada Ofens :
Der Sampada Holzvergaserofen ist für den Gebrauch im Freien konzipiert. Im Sampada Ofen wird das Brennmaterial vergast, übrig bleibt HOLZKOHLE, nicht Asche. Die freiwerdende Energie kann zum Kochen genutzt werden. Der Sampada kann als Raucherpilz, anstelle von Gaslaternen aufgestellt werden. Zum Heizen und Wärmen im Schrebergarten oder bei der Gartenparty ist er geeignet. Und, immer wenn er genutzt wird, entsteht wertvolle Holzkohle für Ihren Kompost.

Diese Holzkohle auf dem Kompost ist ein wichtiger Beitrag zur CO2-Bilanz, da Kohlenstoff im Boden gebunden wird. 

                                                                                                        sampada.de

 

 


der Chiantico

 

Bei der Transitionbewegung

in Barnim

 

 

 

Die Transition Gruppe "Permakultur im Garten" der Transitionbewegung im Brandenburgischen Barnim stellt selber Terra Preta her. Die dazu nötige Pflanzenkohle wird im Holzvergaser erzeugt. Wie das funktioniert, zeigt unser Kunde Jörg in einem Video auf der Website der Energie- und Kulturwendebewegung.

                                                                                     chiantico-terassenofen.de

 

 


Kochen mit Bioabfällen und dabei Kohle produzieren

von Lukas Bühler und Hans-Peter Schmidt

 

Kartoffelschalen, Olivenkerne und Essenreste müssen nicht im Abfall landen, sondern können direkt als Brennstoff für moderne Kochherde verwendet werden. Gerade in vielen Ländern der Dritten Welt, wo noch auf offenen Holzfeuern gekocht wird, könnte kostbares Holz gespart und zugleich gesundheitsschädigenden Russemissionen verhindert werden. Als Rückstand  des Kochens ensteht wertvolle

Biokohle.   

                                                                                              ithaka-journal.net

 


Pyrolyse-Öfen:

 

Effizient kochen und Pflanzenkohle

selbst herstellen

 

Die sparsamen Holzgas-Kocher sind ideal für Gartenbesitzer, die kleine Holzabfälle zu verwerten haben, die am Komposthaufen nur stören würden. Die Öfen dienen zugleich als Griller und brennen praktisch ohne Rauchbildung.

 

Effektiver Heizen mit Holz durch Holzvergasung

Ein Pyrolyse-Ofen ist ein spezieller, traditioneller Holzofen mit langer Geschichte, der nun wieder entdeckt wird – ebenso wie die Verwendung von „Schwarzer Erde“ im Gartenbau.

 

Das Holz wird hier nicht verbrannt, sondern vergast und verkohlt. Als Wärmequelle zum Kochen oder Grillen dient das Holzgas, das sich während der Verkohlung bildet. Die Kohle, die entsteht, kann nach dem Vergasungsprozess weiter als Brennstoff verwendet werden, oder als Pflanzenkohle im Garten eingesetzt werden. Das Heizen mit Holzgas-Öfen ist wesentlich effizienter als mit gewöhnlichen Holz- oder Kohleöfen.

 

Einfache Stahl-Kessel ganz ohne High-Tech

Die Beschreibung der Funktionsweise klingt vielleicht ein wenig kompliziert und nach innovativer Hochtechnologie, aber das Gegenteil ist der Fall. Die meisten Pyrolyse-Öfen bestehen zu hundert Prozent aus einfachen Stahlblechteilen und können sogar selbst zusammengeschweißt werden.

 

Die spezielle Art der Feuerung entsteht allein durch das Zusammenspiel von Luftöffnungen an bestimmten Stellen. Damit sich unten im Behälter Kohle absetzen kann, wird das Brennmaterial von oben nach unten verbrannt und nicht umgekehrt.

Die Kessel aus Stahlblech gibt es in verschiedenen Bauarten, von klein bis mittelgroß und sehr groß. Seit einigen Jahren sind auch fertige Modelle im Handel erhältlich, vor allem in der Schweiz. Manche Öfen sind eher zum Kochen geeignet, andere eher für die Herstellung von Kohle, wobei das entstehende Gas auch zusätzlich zum Grillen verwendet werden kann.  

                                                                                       everyday-feng-shui.de

 


Terra Preta - Moorschutz im eigenen Garten

 

Um Mineraldünger und Torferden zu vermeiden und dennoch eine prachtvolle Ernte zu erzielen, können verschiedene Torfersatzstoffe eingesetzt werden. Für Nutzpflanzen eignet sich die mit Pflanzenkohle angereicherte Terra Preta-Erde besonders gut. Diese kann im Garten mit anfallenden organischen Reststoffen selbst hergestellt werden. 

 

Der Begriff »Terra Preta« bezeichnet ursprünglich einen von Menschen geschaffenen Bodentyp in den feuchten Tropen, der sehr wahrscheinlich das Ergebnis einer Kreislaufwirtschaft war. Deshalb wird mittlerweile gern vom »Terra Preta-Konzept« gesprochen, weil dieser Begriff auch die Schließung regionaler Stoffkreisläufe umfasst.

 

Terra Preta fördert und erhält nicht nur die Bodenfruchtbarkeit, sie schont auch Ressourcen und stärkt regionales Wirtschaften. So ist der Einsatz von Terra Preta, portugiesisch für »schwarze Erde«, ein Weg, umwelt- und klimafreundlich für gutes Pflanzenwachstum zu sorgen.

Um die Vorteile des Terra Preta-Konzeptes einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen, hat der BUND Niedersachsen ein landesweites Projekt ins Leben gerufen. Mehr zum Projekt erfahren Sie hier.

 

Terra Preta – ein Rezept

 

Sie möchten Terra Preta selber herstellen? Dafür benötigen Sie folgende Zutaten:

  • 10 % zertifizierte und geprüfte Pflanzenkohle
  • 60 % gut gereifter Kompost
  • 20 % gut gereifter Dung aus kontrolliert biologischer Herkunft
  • 10 % Pflanzenjauche und etwas Gesteinsmehl

Alle Inhaltsstoffe werden vermischt, aufgeschichtet und mit einer luftdichten Folie abgedeckt. Jetzt beginnt ein Fermentationsprozess: es entsteht ein Unterdruck - die Folie saugt sich an. Die Fermentierung sorgt für eine hohe Nährstoff- und Wasserspeicherkapazität. Es sollte ein sonniger, windgeschützter Standort gewählt werden, damit der Prozess optimal abläuft. Der Vorgang dauert etwa 5-6 Wochen. Nach dieser Zeit ist eine wertvolle, nährstoffreiche und viel Wasser speichernde Erde entstanden, die auf den Beeten ausgebracht werden kann.

Nähere Informationen, auch chemische Details finden Sie in der Broschüre „Torffrei Gärtnern“, die Sie hier herunterladen können.

 

Vorteile und Anwendung

 

Die Herstellung und Anwendung von Terra Preta birgt viele Vorteile. So wird Biomüll zunächst in Kompost und dann in nährstoffreichen Dünger umgewandelt. Dabei wird auf mineralische Düngersubstrate und Torf komplett verzichtet. Durch diese Wiederverwertung – Biomüll wird zu Kompost, dann zu Erde – werden lokale Stoffkreisläufe geschlossen, es fällt kein Restmüll an.

 

Pflanzenkohle, auch Biochar genannt, besitzt eine große Oberfläche. Das sorgt für die Aufnahme vieler Nährstoffe und der Speicherung von Wasser. Das sind zwei zentrale Merkmale von Humus – Terra Preta stellt somit einen exzellenten Humusersatz dar. Bedingt durch die Herstellung wird in der Erde Kohlenstoff gespeichert.

Da dieser nun im Boden verankert ist, kann er nicht mehr in die Atmosphäre entweichen. Terra Preta trägt somit zum Klimaschutz bei.

 

Doch Achtung: Terra Preta ist sehr nährstoffreich. Bereits überdüngte Gartenböden sollten nicht weiter mit Nährstoffen belastet werden. Das größte Potenzial dieser Erde als Torf- und Mineraldüngerersatz liegt derzeit im privaten Gartenbereich – in sinnvollen Mengen eingesetzt und verbunden mit dem Gedanken des naturnahen Gärtnerns.

Wenn Sie sich näher mit dem Thema beschäftigen möchten, sei Ihnen die Broschüre „Torffrei Gärtnern“ ans Herz gelegt. Sie können sie hier herunterladen.

 

                                                                                                                BUND

 


Mit Pflanzenkohle CO2 im Boden speichern

 

Weitere links:

 

Prototypen von Verkohlungsanlagen

                                                                                      umweltperspektiven.ch

 

 

Terra Preta

 

- Nutzungsmöglichkeiten und Perspektiven

 

                                                                                                                bfn.de

 

 

Die besonderen Potenziale von Terra Preta

Blühende Landschaften  

                                                                                                                 taz.de

 


Terra Preta:

 

Modell für regionale Stoffströme

 

von Haiko Pieplow

Die Steigerung der Ressourceneffizienz ist eine zentrale Herausforderung des 21. Jahrhunderts.

Das gilt insbesondere für die derzeitigen Strukturen zur Entsorgung organischer Reststoffe in urbanen Räumen. Der Blick zurück in frühere Hochkulturen zeigt, dass es bereits effizientere Konzepte bei der Nutzung von organischen Ressourcen gab, die mit den gegenwärtig vorhandenen technischen Möglichkeiten aufgegriffen und weiterentwickelt werden können.

 

Entstehung von Terra Preta

Die Böden in den humiden Tropen sind in der Regel hochgradig verwittert und nährstoffarm. ........

                                                                                              ithaka-journal.net

 


 

Permakultur

 

 


 

 

Der Unterschied zwischen Bio und Permakultur

 

Hey Peoplez, auf Anfrage einiger Zuschauer haben wir für euch mal ein paar Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Biogärten und Permakulturgärten zusammengestellt und hoffen, dass euch vorallem die Unterschiede deutlich genug formuliert sind.

Natürlich gibt es immer auch Biogärtner, die Dinge tun, die ich auf der Seite der Permakultur aufgezählt habe, und umgekehrt. Und obwohl ichg mich manchmal bisschen unglücklich ausgedrückt habe, ist keine der beiden Parteien besser oder schlechter zu bewerten.

                                                                                                    youtube.com

 


 

 

Der Krameterhof von Sepp Holzer (1/2)

 

Permakultur Vielfalt statt Einfalt weg von Pestiziden !

 

Sepp Holzer erklärt die Prinzipien seiner Permakultur und zeigt, wie sie praktisch schon im Kleingarten, ja sogar im Balkongarten umgesetzt werden kann. Holzer kam nach Hans und Martin als jüngster von drei Söhnen auf dem Krameterhof seiner Eltern Martin und Maria Holzer zur Welt, zur Familie gehörte außerdem seine jüngere Ziehschwester Gloria.

 

Der Hof[1] liegt im Lungau auf rund 1.300 m ü. A. in isolierter Lage auf einem steilen, nach Südosten ausgerichteten Hanggrundstück 300 Höhenmeter über dem Dorf Ramingstein im Murtal und war damals nur über einen unbefestigten Karrenweg erreichbar. Zum Hof gehörten rund 24 Hektar Grund, die auf herkömmliche Art bewirtschaftet wurden.

 

Die Eltern Sepp Holzers hielten etwa zehn Rinder, 20 Schafe, ein Pferd, einige Schweine und Hühner sowie mehrere Gänse. Der Betrieb wurde gänzlich von Hand bearbeitet, es gab weder elektrischen Strom noch Telefon und auch keine Kraftfahrzeuge oder motorgetriebenen Maschinen, daher arbeiteten auf dem Hof neben den Bauersleuten auch eine Magd und ein Knecht sowie je nach Bedarf mehrere Gelegenheits- und Aushilfsarbeiter, und auch die Kinder mussten von klein auf, je nach Vermögen, anfallende Arbeiten verrichten.

 

Die Eltern waren konservativ und griffen Neuerungen nur sehr zögerlich auf, so dass der Hof erst 1955 an das öffentliche Stromnetz angeschlossen wurde. Die Kinder wurden katholisch erzogen, jeden Sonntag machte die Familie gemeinsam den langen Fußmarsch ins Tal zum Besuch des Gottesdienstes, Tischgebete vor und nach jeder Mahlzeit waren selbstverständlich, hinzu kamen stundenlange Rosenkranzgebete an Samstagen und nach Todesfällen in der Nachbarschaft.

 

Arztbesuche vermied man auf Grund der damit verbundenen hohen Kosten und weiten Wege nach Möglichkeit, leichtere Verletzungen und Krankheiten wurden mit Hausmitteln behandelt. Schon als Kind zeigte Holzer ein außergewöhnliches Interesse an allen möglichen biologischen Vorgängen und führte Keim- und Pflanzexperimente durch, zunächst in den Pflanztrögen seiner Mutter, später im „Beißwurmboanling", einem extrem steilen und daher brachliegenden Geländestreifen des elterlichen Hofes.

 

Diese Versuche, gekoppelt mit seiner genauen Beobachtungsgabe, vermittelten ihm schon in jungen Jahren wertvolle Einblicke in ökologische Zusammenhänge.

 

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nÄhrstoffe für Den Boden

 

 


Ö-Klo:

Wertstoffrecycling durch Komposttoiletten

 

Ö-Klo ist ein Freiburger Start-up-Unternehmen, das Komposttoiletten vermietet und sich für die Verwertung von menschlichem Urin und Kot einsetzt. In Zeiten, in denen natürliche Rohstoffe wie Phosphor knapp zu werden drohen, sei die Wiederbelebung der natürlichen Stoffkreisläufe zwischen Boden, Pflanzen, Nahrung und Ausscheidung wichtig, meinen die Jungunternehmer von Ö-Klo. Das Potenzial ist enorm, aber auf dem Weg dahin gilt es noch einige technische, gesellschaftliche und politische Hürden zu nehmen.

 

Die Verwertung menschlicher Hinterlassenschaften ist ein Tabuthema. Seit der Erfindung von Wasserklosetts und Kläranlagen werden unsere nährstoffreichen Ausscheidungen nach dem Motto „aus den Augen aus dem Sinn“ mit Haushaltsabwässern, Industrieabwässern und dem Oberflächenwasser von Straßen und Gebäuden in der Kanalisation zu einer mehr oder weniger giftigen Brühe vermischt.

Die flüssige Phase dieser Mischung wird dann unter hohem Energieaufwand in Kläranlagen gesäubert. Die feste Phase ist inzwischen so mit Schadstoffen belastet, dass das früher übliche Ausbringen auf Feldern bald ganz verboten wird und der Klärschlamm in Verbrennungsanlagen entsorgt werden muss.

 

Wir produzieren unter hohem Aufwand künstliche Düngemittel für die Landwirtschaft. Wir verwenden Unmengen sauberen Trinkwassers zur Entsorgung unserer Exkremente, die noch viele wertvolle Nährstoffe enthalten. Anschließend vernichten wir die Nährstoffe im Abwasser durch eine energieintensive Schwemmkanalisation. „Dieses System ist an Ressourcenverschwendung kaum zu übertreffen“, kritisiert Florian Augustin von Ö-Klo.                

                                                                                             Bioökonomie-bw.de

                                                                                                      Oya-online.de

Boden und Klima - Ein komplexes Wirksystem

 

"Ließe sich weltweit der durchschnittliche Humusgehalt aller landwirtschaftlich genutzten Böden auf 5 bis 6 Prozent erhöhen, würde sich dadurch die CO2-Konzentration der Atmosphäre wieder auf vorindustrielles Niveau reduzieren.“

 

Dieser Satz fiel uns auf beim Rundgang über die Öko-Feldtage in Frankenhausen im Juni dieses Jahres. Bekannt ist, dass die Pflanzen durch den natürlichen Prozess der Photosynthese der Luft CO2 entziehen und dieses einlagern. In abgestorbener organischer Substanz wie Kohle, aber auch Humus und Kompost wird Kohlenstoff dauerhaft im Boden gebunden.

 

Aber ist das denn möglich: Vorindustrielles Niveau?

Das wäre doch ein sensationeller Lichtblick in all den Diskussionen und Befürchtungen, die mit dem Klimawandel einhergehen: Eine so einfache und naheliegende Möglichkeit, die Treibhausgase zu reduzieren und die Erderwärmung zu bremsen, war bisher noch nicht in Sicht.

 

Wir haben nachgefragt und versucht, Quellen zu dieser Aussage zu lesen. Wir sind keine Wissenschaftler, aber wenn die Rechnung stimmt, dann muss es ein essentielles politisches Ziel werden, die Landwirtschaft in Zukunft an ihrem Beitrag zum Humusaufbau zu orientieren. Das ist einfacher, sicherer und kostengünstiger, als jede CO2-Lagerstätte je sein kann, und erhöht nebenbei noch die Fruchtbarkeit der Böden.

 

Quelle: https://biogartenversand.de/cms.php?page_id=25

 

Zum Veranschaulichen der Zusammenhänge findet ihr hier PDF-Dateien der Stiftung 'Ökologie und Landbau', die auch gerne herunter geladen werden dürfen:

 

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Klimawandel
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Klimabilanz
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Bodenständig
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Lebensraum Boden
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Tatsachen
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Guter Umgang mit dem Boden
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Komplexes Zusammenspiel
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Bodenlos
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