Echte Ökostromanbieter
"Ein wichtiger Aspekt bei der Suche nach dem passenden Ökostrom-
anbieter ist unter anderem die Frage, inwieweit dieser zu einem großen Stromkonzern gehört, der ebenfalls konventionellen Strom oder Atomstrom vertreibt. In Diesem Falle finanzieren Sie
mit der monatlichen Stromrechnung nämlich möglicherweise den Neubau von Atomkraftwerken oder Kohlekraftwerken...."
"Laut Ansicht von Scherfenberg handelt es sich nur beim „Grüner Strom Label“ und bei dem „ok-Power-Label“ um vertrauenswürdige Zertifikate: Nur diese Label garantieren nämlich, dass der Ökostrom eines Stromversorgers tatsächlich aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird und das sich die Anbieter am Bau neuer umweltfreundlicher Erzeugungsanlagen beteiligen."
http://www.oekostrom-vergleich.com/oekostrom-label
7 empfehlenswerte Anbieter - Utopia.de
https://www.oekostromanbieter.org/oekostrom-test-oekostrom-vergleich.html
https://www.polarstern-energie.de/oekogas/
https://www.youtube.com/watch?v=c8H58ccYaLk
LichtBlick galt als einer der vier Ökostrom-Pioniere viele Jahre als unabhängig. Diese Unabhängigkeit von Unternehmen, die ebenfalls Atom- oder Kohlestorm vertreiben, ist aufgrund verschiedener Beteiligungen seit einigen Jahren leider nicht mehr gegeben.
Seit 2017 hielt der niederländische Öko-Energiekonzern Eneco 50 Prozent der Anteile an LichtBlick, weitere 50 Prozent hielten derzeit die bisherigen Aktionäre, überwiegend Hamburger Kaufleute.
Seit Ende 2018 ist LichtBlick zu 100% ein Tochteruntenehmen von Eneco. Ein Drittel der Kraftwerkskapazität von Eneco liegt in konventionellen fossilen Erzeugungsanlagen.
Ende 2019 zeichnete sich ein Verkauf von Eneco an Mitsubishi ab, der so gut wie entschieden gilt. Mitsubishi betreibt eine eigene Reaktorsparte und baut Atomkraftwerke.
https://www.oekostrom-anbieter.info/oekostromanbieter/lichtblick-se
Bürgerenergie ist Ausdruck einer weitgehenden Demokratisierung von Wirtschaftsprozessen und spielt daher die entscheidende Rolle für eine ethisch und sozial verantwortliche Energiewende. Sie ist damit für die Weiterentwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft von höchster gesellschaftspolitischer Relevanz.
Die Energiewende wird aktuell vor allem von Bürgern vorangebracht. In den letzten Jahren haben sich viele hundert Energiegenossenschaften gegründet und deutschlandweit den Ausbau erneuerbarer Erzeugungsanlagen in Bürgerhand vorangetrieben.
Heute werden fast 50 % aller neuen Erneuerbare-Energien-Anlagen von Bürgern betrieben. Die Energiegenossenschaften haben mit ihren Mitgliedern stabile, lokale Strukturen aufgebaut, die sich für die Energiewende und den Klimaschutz vor Ort einsetzen.
EWS-Ökostrom – Zertifiziert und empfohlen
Unsere Tarife enthalten den «Sonnencent» als Förderanteil. Damit ermöglichen unsere Kund:innen klimafreundliche, bürgereigene Energieerzeugungs- und Speicheranlagen. Zudem unterstützen wir gemeinsam Projekte zur globalen Energiegerechtigkeit, zur Bildung und zu nachhaltiger Mobilität – und kooperieren mit zahlreichen Partnern, um die Energiewende gemeinschaftlich voranzubringen.
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Als Pionier der Öko-Energie treiben wir schon seit 1998 die Energiewende in Deutschland voran. Als engagierter Energieversorger für Ökostrom, Ökogas, Wärme und E-Mobilität. Als Stromerzeuger mit immer mehr eigenen Öko-Energieanlagen. Als bürgernaher Energiepartner in Städten und Kommunen.
Und weil wir bei Nachhaltigkeit, Energiewende und Klimaschutz keine Kompromisse machen, bleiben wir bei naturstrom, was wir seit über 25 Jahren sind: 100 % echt und unabhängig. Das ist ein Versprechen, auf das Sie sich auch in Zukunft zu 100 % verlassen können. Verändern Sie gemeinsam mit uns die Energiewelt von morgen.
https://www.naturstrom.de/
In der „Stromwechsel“-Kampagne von Greenpeace erklären zehntausende Menschen, zu einem Ökostrom-Anbieter wechseln zu wollen: Am 27. Oktober 1999 gründet sich die Greenpeace Energy eG – mittlerweile mit mehr als 200.000 Privat- und Geschäftskunden.
Als 1998 die Strommärkte liberalisiert wurden, startete Greenpeace Deutschland die Aktion „Stromwechsel“. Zehntausende Verbrauchende erklärten, dass sie zu einem Anbieter wechseln würden, der Ökostrom nach den strengen Kriterien von Greenpeace liefert. Da sich kein Anbieter fand, der diesen Ansprüchen genügte, nahm man die Angelegenheit selbst in die Hand und gründete im Oktober 1999 Greenpeace Energy, heute Green Planet Energy. Ende des Jahres 2020 hielt Greenpeace 14 Anteile im Gesamtwert von 770 Euro an der rechtlich und finanziell unabhängigen Energie-Genossenschaft, die mittelfristig aber auf einen Anteil reduziert werden sollen.
Green Planet Energy arbeitet nach der Devise: Ökologisches Engagement muss auch ökonomisch gesund sein. Mehr als 27.600 Genossenschaftsmitglieder machen Green Planet Energy zur größten Energie-Genossenschaft Deutschlands (Stand Ende 2020).
Seit 1999 setzt sich Green Planet Energy für eine Energieversorgung nur aus umweltfreundlichen Quellen, ohne Kohle und Atom, ein. Die Genossenschaft verbindet politische Forderungen mit energiewirtschaftlichen Lösungen und zeigt, dass ein anderes ‚Energiewirtschaften‘ möglich ist. Dabei trägt Green Planet Energy mit ökologisch und energiewirtschaftlich sinnvollen Produkten zum Gelingen der Energiewende bei. ...
https://www.greenpeace.de/ueber-uns/greenpeace-deutschland/green-planet-energy-oekostrom
17. Juli 2023 | Aslan Berse
Claus vom YouTube-Kanal Offys Werkstatt hat sich sein eigenes Balkonkraftwerk mit Speicher zusammengebaut. Alle Komponenten sind so abgestimmt, dass die Anlage intelligent Strom in das Hausnetz einspeist. Sein DIY-Kraftwerk sieht der Bastler als Alternative für teure Komplettsets namenhafter Hersteller. Wer wie Claus sein eigenes Kraftwerk bauen möchte, kann sich freuen. Denn warum die Balkonkraftwerk-Anmeldung jetzt einfacher wird, zeigen wir Ihnen oben im Video.
Viele Haushalte fragen sich, welches Balkonkraftwerk das beste und günstigste ist. Vielleicht lohnt sich ja ein Blick auf das sogenannte "Volkskraftwerk", das Claus Offermanns auf dem YouTube-Kanal Offys Werkstatt vorstellt: Es ist sein selbst entwickeltes intelligentes Balkonkraftwerk mit Speicher.
Die Anlage beinhaltet einen 2,56-Kilowattstunden-Stromspeicher der Marke Power Queen. Es handelt sich dabei um einen Lithium-Eisenphosphat-Akku (LFP). Daran angeschlossen ist ein Victron-Laderegler. Das Gerät ist das Bindeglied zwischen Solarmodulen und Speicher und sorgt dafür, dass der Akku mit der richtigen Spannung geladen wird. Herzstück des Volkskraftwerks ist der Einspeisewechselrichter. Offermanns nutzt das Model Sun 600 des Herstellers Lumentree. Allerdings hat der Bastler das Gerät angepasst. Mithilfe einer speziellen Firmware ist der Wechselrichter in der Lage, ein zusätzliches Bauteil zu betreiben. Der sogenannte Trucki-Stick sorgt dafür, dass das Balkonkraftwerk nur so viel Strom einspeist, wie gerade verbraucht wird. Es handelt sich dabei um eine kleine Antenne. Als Solarmodule wählte der YouTube eine besondere Technologie. Er entschied sich für Dachziegel-Module der Firma Maysun Solar. Diese besitzen einen höheren Wirkungsgrad und sind unempfindlicher gegenüber Verschattung.
So funktioniert das intelligente Balkonkraftwerk
Der größte Trick der Anlage ist die dynamische Einspeisung. Dabei gibt das Balkonkraftwerk genau so viel Energie ins Netz, wie gerade gebraucht wird. Das funktioniert mithilfe
der Trucki-Platine am Wechselrichter. Das Gerät empfängt Signale aus dem Hausnetz. Anschließend kommuniziert der Trucki das Spannungssignal an den Wechselrichter. So speist der Wechselrichter
immer die optimale Energiemenge in das Hausnetz ein. Da es sich dabei aber immer noch um ein Balkonkraftwerk handelt, ist die Einspeisung auf 600 Watt begrenzt. Alles, was nicht ins
Hausnetz geht, wird in den Speicher geladen. Damit die Daten vom Hausnetz übertragen werden können, braucht es ein Relais in der Unterverteilung. Offermanns nutzt ein Bauteil des
Unternehmens Shelly. Es ist bekannt für seine Smart-Home-Produkte.
Das kostet das Volkskraftwerk
Der Bastler erklärt am Ende seines Videos, dass das Volkskraftwerk als Konkurrenz für die
Komplettsets der Hersteller Zendure oder EcoFlow anzusehen ist. Dabei übertrifft seine Anlage die Herstellerlösungen sogar, da es eine echte dynamische Einspeisung unter
Berücksichtigung aller Verbraucher im Haushalt erlaubt. Die Gesamtkosten seines Volkskraftwerks gibt Offermanns mit rund 2.100 Euro an. "Ist natürlich jetzt kein Schnäppchen,
aber im Vergleich zu den kommerziellen Lösungen ist es doch schon günstiger, wenn man die Leistungsdaten vergleicht", resümiert der YouTuber. Allerdings gibt er auch zu, dass es für den Bau des
Kraftwerks etwas handwerkliches Geschick und technisches Verständnis braucht.
https://efahrer.chip.de/news/bastler-entwickelt-volkskraftwerk-mit-monster-speicher-jeder-kann-es-bauen_1014018
Wenn Sie die Sonne nutzen möchten, um sich einen Teil Ihrer Stromversorgung selber zu schaffen, sind Sie hier richtig. Eine Mini-Solaranlage auf
dem Balkon, Terrasse, Fassade oder Dach, die einfach mit der Steckdose verbunden wird, bringt Sonnenstrom direkt zu Ihren eigenen Geräten. Hier erfahren Sie alles wichtige zu den Kosten,
Anschaffung und der gesetzlichen Erlaubnis für diese kleinen Kraftwerke!
........ Die Mini-PV-Anlagen können der Solarisierung einen neuen Schub in den Städten verleihen, den die in die Defensive geratene Bürgerenergie dringend benötigt. Es geht hierbei um eine Ausweitung auf neue Bevölkerungsgruppen, die beim Strom, der bei ihnen „aus der Steckdose kommt“ nicht länger als passive Stromkunden jede Preissteigerung hinnehmen müssen.
Dies hat vor allem deshalb eine Bedeutung, weil die großen Monopole mit ihrer Politik der Digitalisierung, also der Steuerung von Netzen und Verbrauchern, recht weit voran gekommen sind. Sie haben verstanden, dass die Beherrschung der Fluktuationen, welche die Erneuerbaren mit sich bringen, ein entscheidender Machtfaktor in der Zukunft sein wird.
Wenn demnächst allen bundesdeutschen Haushalten zwangsweise Smart Meter auf das Auge gedrückt werden sollen, mit denen der Verbrauch der Haushalte gesteuert und kontrolliert werden kann, wird die Existenz von Mini-PV-Anlagen, die sich dieser Kontrolle entziehen, ein wichtiger Faktor im Kampf gegen die Rekonstruktion der alten Monopolherrlichkeit sein.
Um den Bürgern und Mietern steckbare Solargeräte näher zu bringen, hat die DGS neben den Sicherheitsstandards nun eine Abhandlung mit dem wichtigsten Fragen zu diesen Geräten ausgearbeitet. Mit diesen sogenannten FAQ (frequently asked questions – also den häufigsten Fragen, die Benutzer und Interessenten haben) gibt die DGS nicht nur Antworten, sondern macht den nächsten Schritt, um den SolarRebell oder das Balkonkraftwerk, wie es andere nennen, weiter zu popularisieren. Darüber hinaus ist neben diesen FAQ eine vertiefende Expertenfibel in Arbeit, die demnächst auch zur Verfügung stehen wird. ...........
Eine Photovoltaikanlage sorgt in einer denkmalgeschützten Mühle im Vogelsberg bereits für Strom. Doch besonders im Winter, wenn die Sonne tief steht und nur wenige Stunden Licht spendet, wird es knapp mit der Energieversorgung. Ein kleines Windrad soll Abhilfe schaffen. In Eigenregie hergestellt, sogar die Spulen des Generators sind handgewickelt.
Mehr Infos zum Windrad selberbauen hier:
@Windturbinejonny
https://www.youtube.com/watch?v=i49t96v5xPE
Ein eigenes Windrad selber bauen, das klingt nach Unabhängigkeit und einem spannenden DIY-Projekt mit echtem Mehrwert. Der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit vom Stromnetz, das Interesse an erneuerbaren Energien und der Reiz des handwerklichen Tüftelns treffen hier aufeinander. Besonders spannend ist das Projekt für alle, die sich praktisch mit Windenergie auseinandersetzen möchten, sei es im Garten, auf der Hütte oder als Bildungsprojekt mit Kindern.
Ein Windrad zum selber bauen ist nicht nur eine nachhaltige Alternative zu klassischen Energiequellen, sondern auch eine persönliche Herausforderung mit Lerneffekt. Wer ein einfaches Windrad selber bauen will, benötigt keine teuren Spezialteile. Schon mit Alltagsmaterialien lässt sich ein funktionierendes Modell herstellen.
Ein selbst gebautes Windrad liefert meist keine Kilowattstunden im großen Stil, kann aber kleinere Verbraucher wie Lampen, USB-Ladegeräte oder eine kleine Gartenpumpe mit Energie versorgen. Vor allem für Bastelnde und Technikinteressierte lohnt sich ein solches Projekt, egal, ob als Einstieg in die DIY-Energiewelt oder als Ergänzung zu einer bestehenden, möglicherweise ebenfalls selbst gebauten Solaranlage. Für einfache Konstruktionen bietet sich besonders das Windrad selber bauen mit Lichtmaschine an, günstig, robust und technisch überschaubar.
https://erneuerbare-energien-aktuell.de/windenergie/windrad-selber-bauen/
Kleinwindkraftanlagen für die eigene Stromversorgung sind Bauwerke, die je nach Höhe des Windrads eine Baugenehmigung benötigen. Jedes Bundesland hat andere Regeln. Immer mehr Bundesländer
erlauben Windturbinen bis 10 m Höhe ohne Genehmigung. Die gesetzlichen Bestimmungen fürs eigene Grundstück sollte man schnell in Erfahrung bringen, damit Klarheit herrscht.
Hier die wichtigsten Grundlagen…
https://www.klein-windkraftanlagen.com/basisinfo/genehmigung-rechtliche-grundlagen/#tab-con-1
Katrin Pütz baut sich ein Haus. Das Besondere daran: Es besteht aus natürlichen Materialien und ist energetisch unabhängig. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach sorgt für Strom, ein Akku, dass auch in der Nacht Elektrizität vorhanden ist. Und der Clou des Ganzen: Das Gas zum Kochen kommt aus einer eigenen, kleinen Biogasanlage. Die wird mit Hausabfällen gefüttert und Bakterien produzieren daraus Methan, das in Herd und Ofen verbrannt werden kann
https://www.youtube.com/watch?v=eIfw2FDfQKI
Gas aus dem eigenen Garten:
Biogasanlagen-Entwicklerin Katrin Pütz| Klimajobs
https://www.youtube.com/watch?v=u2Q0eZCpg6Y
Wie du deine eigene kleine Biogasanlage bauen kannst und sie beliebig erweiterst, erfährst du in diesem Video. Die Bauanleitung gibt es im Shop und als E-Book zum
Download.
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https://www.youtube.com/watch?v=rTlwAc6usns
Biomeiler
Der Biomeiler funktionier wie ein abgedeckter Komposthaufen der genügend Feuchtigkeit enthält um die Bakterien die den Verrottungsprozess beschleunigen bei Laune zu halten.
Es gelang ihm, durch in Gang setzen eines natürlichen Verrottungsprozesses, Warmwasser, Warmluft, Biogas und hochwertigen Kompost zu gewinnen, ohne dass dabei Abfall anfiel oder Verbrennung stattfand.
Nebenbei entwickelte er aus dem Holzkompost ein System neuen Gärtnerns, den sogenannten "Anderen Garten", der weder bewässert noch gejätet werden musste.
Damit hatte Jean Pain insgesamt ein System erfunden, in dem der ökologische Kreislauf geschlossen war.
Das Besondere an diesem System ist auch, dass es nur geringer materieller Ressourcen bedarf um den Biomeiler aufzubauen, in Gang zu setzen und zu nützen.
Dadurch ergibt sich eine durch und durch demokratische und autonome Grundkomponente, denn (fast) jede/r kann sich dieses System zu Nutze machen.
https://www.biomeiler.at/Was-ist-der-Biomeiler.html
Auf den größten Energieverbrauchssektor Deutschlands, den Wärmemarkt entfällt über 50 Prozent des Endenergieverbrauchs des Landes.
Im Wärmemarkt liegen die höchsten Energieeinspar- und CO2-Minderungspotenziale aller Verbrauchssektoren.
Der Tod des Warmwasserspeichers?
Langfrist-Speicher aus Zeolith Granulat.
Um sommerliche Wärme im Winter für die Heizung nutzen zu können, müssen Warmwasserspeicher sehr groß sein. Denn kleine Speicher kühlen zu schnell
aus. Deshalb werden saisonale Speicher fast ausschließlich für Siedlungen oder für sehr große Verbraucher konzipiert. Nun haben Forscher einen neuen Langzeitspeicher entwickelt, der sich auch für
Einfamilienhäuser eignet. energy-mag.com
Energie erzeugen: energy-mag.com
30. März 2022
Forschenden der Unis in Halle und Leipzig ist ein Durchbruch auf dem Gebiet der Wärmedämmung gelungen: Ein neues Material, das überschüssige Wärme speichern und bei Bedarf wieder an die Umgebung abgeben kann – stabil, effizient und umweltschonend.
Die bessere Dämmung von Häusern ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Energiewende. Mit einer Entwicklung aus Halle und Leipzig könnte diese in Zukunft deutlich effizienter funktionieren. Forschende der beiden Unis haben nämlich einen neuartigen sogenannten Latentwärmespeicher entwickelt, der durch Wechsel des Aggregatzustands von fest zu flüssig und zurück viel Energie aufnehmen und wieder abgeben kann. Das Prinzip funktioniert so ähnlich wie bei Handwärmekissen oder Wärmegürteln, die nach und nach Wärme an den menschlichen Körper abgeben.
In diesem Fall sollen die Wärmespeicher jedoch in Form großer Platten in Wände von Gebäuden integriert werden, die so während der Sonnenstunden am Tag Wärme aufnehmen und
später bei niedrigeren Temperaturen wieder abgeben können. Laut den Forschenden speichert das neuartige Material bei einer Aufheizung von zehn Grad Celsius des Materials
bis zu 24 Mal mehr Wärme als herkömmlicher Beton oder Gips.
Das Besondere dabei: Für die Herstellung kommen vor allem umweltverträgliche Stoffe wie ungefährliche Fettsäuren zum Einsatz, die sonst für Seifen und Cremes genutzt
werden. Die verwendeten Zusätze, die dem Material seine Festigkeit und erhöhte Wärmeleitfähigkeit verleihen, können aus Reishülsen gewonnen werden. Außerdem kann das
Material auch nicht wie bei Handwärmekissen austreten, sondern ist in einem Gerüst aus festem Silikat eingeschlossen. Noch findet die Produktion der neuartigen
Wärmespeicher nur im Labor statt – könnte aber laut den Experten künftig auch im industriellen Maßstab funktionieren.
https://www.mdr.de/wissen/wand-als-waermespeicher-entwicklung-uni-halle-leipzig-100.html
Kommentar der Redaktion:
Wir kennen solche chemischen Wärmespeicher seit ca. 40 Jahren.
Es gab sie damals als Taschenöfen, die bei Bedarf die Wärme freigaben. Schon damals haben wir uns gefragt, warum diese Technik nicht in größerem Maßstab genutzt wurde.
Die Antwort war schnell gefunden, natürlich hatte die Erdöl Industrie nicht das geringste Interesse, eine Alternative zur Verbrennung von fossielen Rohstoffen als Konkurrenz zu haben und die Energieunternehmen waren und sind sehr mächtig.
Neben elektrischer Energie versuchen Ingenieurinnen und Ingenieure, thermische Energie aus regenerativen Quellen zu gewinnen. Forschenden aus Wien ist jetzt ein Durchbruch gelungen.
Beim Thema Energiewende fristet thermische Energie noch ein Schattendasein. 55% der Energie in Deutschland werden für die Wärme- oder die Kälteerzeugung verbraucht. Andererseits kann viel Wärme nicht genutzt werden, da sie zu unpassender Zeit entsteht, etwa Wärme im Sommer, die im Winter dringend benötigt würde. Auch Abwärme aus der Industrie lässt sich nicht immer so nutzen, wie es sinnvoll wäre. Nicht zuletzt bieten sich Module als Ergänzung für Sonnenkollektoren an.
Eine Möglichkeit, Wärme zu speichern, sind chemische Reaktionen. Das Prinzip selbst ist altbekannt. Man benötigt eine endotherme chemische Reaktion. Sie verbraucht thermische Energie und speichert sie als chemische Energie. Die Umkehrreaktion ist exotherm; sie liefert Wärme. Beispiele gibt es viele, etwa die altbekannte Reaktion in Taschenwärmern. In „geladenem“ Zustand enthalten sie eine gesättigte Lösung mit Natriumthiosulfat. Kristallisationswärme heizt das Kissen auf. Der Vorgang kann mechanisch, etwa durch ein Knicken, ausgelöst werden. Für großtechnische Anwendungen eignen sich viele dieser Reaktionen jedoch nicht.
„Es gibt unterschiedliche chemische Reaktionen, die man für diesen Zweck nutzen kann“, sagt Franz Winter vom Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und technische Biowissenschaften der TU Wien. „Wir verwenden Borsäure, ein festes Material, das wir mit Öl vermischen.“ Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigen, dass sich ihre ausgewählte Chemikalie eignet, um thermochemische Wärmespeicher mit hoher Kapazität zu bauen.
Die Idee dahinter: Franz Winters Team arbeitet mit einem Gemisch aus handelsüblichem Mineralöl und Borsäure. Das Gemisch aus Öl und Borsäure-Kristallen wird in einen Reaktor gebracht. Jetzt kommt thermische Energie in das Spiel. Mit Abwärme wird der Reaktor auf Temperaturen zwischen 70 und 200 Grad Celsius aufgeheizt. Dabei kommt es zu einer endothermen chemischen Reaktion: Borsäure spaltet Wasser ab, und Bortrioxid entsteht. Das Wasser entweicht aus dem Gefäß, und Bortrioxid in Öl bleibt zurück. Das Gemisch kann problemlos gelagert werden, bis man thermische Energie benötigt.
Dann reicht es aus, Wasser langsam zuzusetzen. Der umgekehrte Weg läuft ab. In einer exothermen Reaktion bildet sich Borsäure aus Bortrioxid zurück – und Wärme kann beispielsweise zum Heizen genutzt werden. „Damit ist der Kreislauf geschlossen und das Öl-Borsäure-Gemisch kann ein weiteres Mal verwendet werden“, so Winter. Das konnte er zusammen mit Kolleginnen und Kollegen im Labor zeigen. Wie viele Zyklen möglich sind, können die Forscherinnen und Forscher momentan nicht sagen; die Reaktion läuft verlustfrei.
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https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/energie/waerme-als-chemische-energie-speichern-so-kann-es-endlich-gelingen/
https://www.sonnenseite.com/de/wissenschaft/tu-wien-entwickelt-chemischen-waermespeicher/
https://innovationorigins.com/de/neuartiger-chemischer-waermespeicher-kann-erneuerbare-energie-langfristig-speichern/
Forschenden aus den USA ist es gelungen, die natürliche Bewegung von Kohlenstoffatomen in Graphen zu nutzen, um Wärme aus der Umgebung in elektrische Energie umzuwandeln. Naht die selbstladende Batterie?
Weltweit verbessern Ingenieurinnen und Ingenieure Batterien immer weiter. Doch ohne Strom helfen leistungsstarke Akkus nichts, wenn ihre Energie verbraucht worden ist. Wer Handy, Laptop oder Tablet-Computer dringend benötigt und nicht auf Steckdosen hoffen kann, packt zur Sicherheit mehrere Powerbanks ein. Und bei noch relevanteren Technologien wie Herzschrittmachern wären Energiequellen, die nie versiegen, der Traum aller Patientinnen und Patienten.
Physikerinnen und Physiker der University of Arkansas suchen schon lange nach zeitgemäßen Lösungen. Ihnen ist es nun gelungen, einen Schaltkreis zu entwickeln, welcher die thermische Bewegung von Graphen einfangen und in elektrischen Strom umwandeln kann. „Eine auf Graphen basierende Schaltung zur Energiegewinnung könnte in einen Chip eingebaut werden, um kleine Geräte oder Sensoren mit sauberem, unbegrenztem Strom bei niedriger Spannung zu versorgen“, erklärt Paul Thibado, Professor für Physik und leitender Forscher. Sein Team hat herausgefunden, dass die thermische Bewegung von Graphen bei Raumtemperatur tatsächlich einen Wechselstrom in einem Stromkreis erzeugt: eine Beobachtung, die lange Zeit als unmöglich galt.
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https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/energie/dieser-innovative-graphen-akku-laedt-sich-von-selbst/
Saerbeck, ein Dorf in Westfalen mit 7000 Einwohnern, will bis 2030 komplett klimaneutral wirtschaften. Geht nicht? Geht doch! Der Ort produziert schon heute 400 Prozent mehr erneuerbaren Strom, als er selbst verbraucht. Nun wollen die Saerbecker das schwierigste Thema der Energiewende angehen: das Heizen!
https://www.ardmediathek.de/video/quarks/ein-dorf-macht-ernst-klimaneutral-bis-2030/wdr-fernsehen
Wir in Saerbeck sind Vorreiter der lokalen Energiewende. Nachhaltigkeit und Klimaschutz bestimmen unser Leitbild. Wir haben uns 2009 auf den Weg gemacht mit dem Ziel, bis 2030 klimaneutral zu sein und haben schon viel erreicht. Wir erzeugen mehr Strom aus erneuerbaren Quellen als im Ort verbraucht wird.
Die Klimakommune Saerbeck ist zertifizierter Bildungsstandort für Nachhaltigkeit und Teil des internationalen Netzwerkes der Climate Smart Municipalities. Saerbeck versteht sich als Kompetenzzentrum für erneuerbare Energien und empfängt Gäste aus aller Welt. Unsere nächsten Ziele, die wir zuversichtlich angehen, sind die Verkehrs- und Wärmewende. Klimakommune Saerbeck: Leidenschaftlich nachhaltig!
https://www.klimakommune-saerbeck.de/Ueber-uns.htm?
Zuerst wollten drei Brüder aus Tetenhusen nur ihre Firmenhalle klimafreundlich heizen. Schließlich entstand die Idee für ein klimafreundliches Wärmenetz für das ganze Dorf.
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Tetenhusen-Wie-ein-Dorf-in-Schleswig-Holstein-klimaneutral-werden-will,tetenhusen150.html
https://www.wildpoldsried.de/european-energy-award.html
Die nutzbare Energie der Sonnenstrahlung scheint verlockend und herausfordernd zugleich. Die Steigerung der Effizienz einzelner Kollektoren sowie die Einspeisung des eigenen Stroms in das Haus- oder das lokale Stromnetz locken zur energiefreundlichen Wende. Um das Potenzial der Solarthermie zu verstehen, werden in diesem Artikel die Vor- und Nachteile, die Funktionsweise sowie mögliche Kombinationsoptionen erklärt.
Ganz allgemein bezeichnet die Solarthermie die Umwandlung von Sonnenenergie in Wärmeenergie. Abhängig vom Standort können somit das Brauchwasser und auch die Heizung betrieben werden – je nach Standort zu steigenden Anteilen. Es ist an guten Breitengraden eine Eigenabdeckung von bis zu 65 Prozent der benötigten Energie möglich. Es bieten sich viele Anwendungsgebiete an:
Um eine effiziente Warmwasserbereitung zu gewährleisten, sollte der Hausbesitzer mit 1 bis 1,5 Quadratmeter Kollektorfläche pro Bewohner planen. Für die Erzeugung ausreichender Wärme zur Heizung bedarf es 4 bis 6 Quadratmeter Kollektorfläche pro Person.
Als Kollektoren stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:
| Kollektortyp | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Flachkollektor |
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| Röhrenkollektor |
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| Luftkollektor |
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| Hybridkollektor |
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| Unverglaster Kollektor |
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https://oekoloco.de/heizungen/heizungsarten/erneuerbare-energien/solarthermie/
Die Arbeitsgruppe von Prof. Mario Adam am Zentrum für Innovative Energiesysteme (ZIES) an der Hochschule Düsseldorf (HSD) startet gemeinsam mit den Stadtwerken Kempen das Forschungsprojekt „BestHeatNet“. Es soll ein Modellprojekt zu intelligenter und effizienter Nahwärmeversorgung sein.
Die Wärmepumpe als Heizung nutzt erneuerbare Energie. Der Einbau dieser zukunftsfähigen Heizung ist im Neubau inzwischen Standard und auch für sehr viele Bestandsgebäude eine zukunftsfähige Lösung. Sie müssen aber einige Bedingungen erfüllen, damit die Wärmepumpe effizient arbeitet.
Das Wichtigste in Kürze:
Eine Wärmepumpe eignet sich besonders für Häuser mit gutem Wärmeschutz und einer Flächenheizung z.B. Fußbodenheizung.
Eine hohe Jahresarbeitszahl ist wichtig für die Effizienz der Wärmepumpe.
Die richtige Planung der Wärmepumpe steigert die Effizienz und macht sie klimafreundlicher.
Alle haben eine Wärmepumpe zu Hause – denn sie ist das Herz jedes Kühlschranks. Dort kühlt sie den Innenraum, indem sie Wärme hinaus befördert. Als Transportmittel dient ein Kältemittel in einem Leitungssystem. Über die Rohre auf der Hinterseite gibt das Gerät die Wärme an die Raumluft ab.
Die Wärmepumpe befördert Wärme aus der Außenluft, dem Grundwasser oder dem Erdreich ins Haus herein. Auch hier ist ein Kältemittel in einem Rohrsystem das Transportmittel. Dieses wird im Kreislauf verdichtet, bei Abgabe der Wärme wird das Mittel wieder entspannt. Für diese Verdichtung braucht eine elektrische Wärmepumpe Strom.
Wird im Haus mehr Wärme benötigt, als die Wärmepumpe aktuell fördern kann, springt in der Regel ein Zusatz-Heizstab ein. Dieser erwärmt das Wasser im Heizkreislauf eins zu eins elektrisch: Das ist weniger effizient als das Erwärmen mit der Wärmepumpe und treibt die Stromkosten stark in die Höhe. Die Wärmepumpe sollte deshalb so geplant sein, dass der Heizstab möglichst selten oder am besten gar nicht einspringt.
Eine Wärmepumpe kann klimafreundlich sein, aber es kommt auf die einzelne Anlage an. Wärmepumpen gewinnen Wärme aus der Umgebungsluft, dem Grundwasser oder dem Erdreich. Diese Nutzung erneuerbarer Energien allein macht ein System aber noch nicht klimafreundlich. Denn Wärmepumpen brauchen viel Strom und dieser kommt immer noch zum großen Teil aus klimaschädlichen Kohlekraftwerken. Die Wärmepumpe muss also effizient laufen – also mit möglichst wenig Strom möglichst viel Wärme gewinnen.
Je mehr Strom aus Wind- und Sonnenkraft und anderen erneuerbaren Energien künftig in den allgemeinen Strommix einfließt, desto klimafreundlicher wird jede Wärmepumpe. Wenn Sie Ihre Wärmepumpe heute schon mit Ökostrom betreiben möchten, wählen Sie einen Tarif mit Label oder nutzen Sie eigenen Solarstrom vom Dach. [....]
Folgende Bedingungen müssen erfüllt sind:
Wie eine Wärmepumpe mit verschiedenen Sanierungsmaßnahmen auch in einem Reihenhaus aus den 80er Jahren sinnvoll eingesetzt werden kann, zeigt Ihnen dieses Video:
https://www.youtube.com/watch?v=SIOaxTUCXDM
Der ganze Artikel:
https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/heizen-und-warmwasser/waermepumpe-alles-was-sie-wissen-muessen-im-ueberblick-5439
Wärmepumpen entziehen Umweltwärmequellen wie Erdwärme, Luftwärme oder Grundwasser wärme, „pumpen“ sie auf ein höheres Temperaturniveau und machen sie so für die Beheizung nutzbar. Hierzu benötigt die Wärmepumpe Antriebsenergie. Der überwiegende Anteil der zurzeit eingesetzten Wärmepumpen verwendet hierfür elektrischen Strom.
Der große Vorteil einer Wärmepumpe gegenüber einer direkten Beheizung mit elektrischem Strom ist, dass durch Nutzung der kostenlosen Umweltwärme mit dem Einsatz von 1 kWh
Elektroenergie je nach Umweltwärme ca. 3 bis 5 kWh Wärmeenergie erzeugt werden kann.
Am effektivsten arbeiten Wärmepumpen in Verbindung mit Niedertemperatursystemen, wie Fußboden-, Wand- und Deckenheizungen. Diese benötigen aufgrund ihrer großen
Übertragungsflächen nur geringe Heizwassertemperaturen, welche sich positiv auf die Effizienz ("JAZ") einer Wärmepumpe auswirken.
Trotz der im Vergleich zur Heizung oder des Warmwassers relativ niedrigen Temperaturen dieser Umweltquellen, besteht die letztlich erzeugte Heizungswärme zum überwiegenden Teil
aus diesen Wärmequellen. Daher zählt die Wärmepumpe auch zu den "erneuerbaren Heizungssystemen".
Alle Umweltwärmequellen zeichnen sich durch für die Wärmepumpe bestimmende Eigenschaften aus, die es bei der Auswahl einer Wärmepumpe anhand der energetischen
Gebäudeeigenschaften zu berücksichtigen gilt.
Bis 2030 sollen die CO2-Emissionen im Gebäudesektor von aktuell 120 Mio. t auf 67 Mio. t sinken. Damit muss im Schnitt fast jeder zweite Wohneigentümer seine Immobilie bis zum Ende des Jahrzehnts CO2-neutral bekommen. Wärmepumpen sind für Immobilienbesitzer daher der größte Hebel auf dem Weg zur Klimaneutralität. Denn Wärmepumpen erzeugen kaum Emissionen. Wird die Wärmepumpe mit Ökostrom betrieben, geht die CO2-Bilanz gegen null.
Neben dem Klimaschutz-Effekt, können Wärmepumpen dazu beitragen, auch die deutsche Energieversorgung unabhängiger von russischen Gasimporten zu machen.
Würden laut einer EON-Studie (2022) rein rechnerisch zehn Prozent der Wohnhäuser in Deutschland mit PV-Anlagen ausgestattet, 20 Prozent der privaten Gasheizungen durch Wärmepumpen ersetzt und würde in allen übrigen Wohnungen bzw. Häusern mit Gasheizungen die Raumtemperatur beim Heizen um durchschnittlich 1 Grad Celsius abgesenkt, ergäben sich dadurch Einsparungen von insgesamt 103 Terawattstunden Erdgas pro Jahr.
Mit diesem Wert könnten rund 29 Prozent der russischen Gasmengen ersetzt werden. Von den Maßnahmen würde auch das Klima profitieren, denn mit den genannten Schritten könnten jährlich mehr als 18 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.
https://www.energie-experten.org/heizung/waermepumpe#c34959
https://www.energie-experten.org/haustechnik/sanitaer/abwasser/abwasserwaerme
Wichtiger Baustein der kommunalen Wärmewende
Die Abwasserwärmenutzung ist praxiserprobt und Stand der Technik. Wärmetauscher werden entweder direkt in den Kanal eingebaut oder außerhalb platziert, um Wärme aus dem Abwasser zu entziehen. Mit einer Wärmepumpe wird diese Wärme anschließend auf ein Temperaturniveau gebracht, um sie zum Heizen oder zur Warmwasserversorgung zu verwenden. Genutzt wird die Wärme des Abwassers, das Abwasser selbst bleibt im Kanal.
Wärmetauscher können entweder im Hauptsammler der Kanalisation oder im Ablauf von Kläranlagen eingesetzt werden. Wichtig ist ein kontinuierlicher Durchfluss sowie die räumliche Nähe von Wärmenutzern. Bis zu zehn Prozent des Gebäudewärmebedarfs in Deutschland kann über Abwasserwärme gedeckt werden. Der Großteil dieses Potenzials liegt im Ablauf von Kläranlagen, da hier nach der biologischen Reinigung besonders effizient Wärme entzogen werden kann.
Die Abwasserwärmenutzung ist technisch erprobt, wirtschaftlich und im Gegensatz zu anderen Energieträgern krisensicher und preisstabil. Das Anfang 2024 in Kraft getretene Wärmeplanungsgesetz treibt die Abwasserwärmenutzung aktuell entscheidend voran.
https://de.dwa.de/de/abwasserwaermenutzung.html
Vertikale Windkraftanlagen sind leiser und bieten mehr Vogelschutz als herkömmliche Windräder. Anwohner könnten diese neuartigen Windräder als weniger störend betrachten. Hat diese Technologie das Potential, die Energiewende voranzubringen?
Bis 2050 soll Deutschland mindestens 80 Prozent seiner Energie aus erneuerbaren Energien produzieren, und zentral hierbei wird der weitere Ausbau der Windkraft sein. Doch während die meisten Menschen die Energiewende befürworten, werden immer weniger Windparks genehmigt. Denn immer mehr Bürgerinitiativen kämpfen gegen die riesigen Windmühlen vor der eigenen Haustür.
Eine Alternative könnten hier so genannte vertikale Windkraftanlagen sein, die sich um die eigene Achse drehen und nicht horizontal wie konventionelle Anlagen. Ein Schweizer Startup hat jetzt erstmalig eine solche vertikale Windkraftanlage im großen Maßstab gebaut und testet den Prototypen in Nordrhein-Westfalen.
Am Stadtrand von Grevenbroich, eine halbe Autostunde nordwestlich von Köln, steht inmitten von herkömmlichen Windrädern der Prototyp von "Vertical Sky"®. Er sieht aus wie ein etwas überdimensionierter Mobilfunkmast.
"Vertical Sky"® ist von dem Schweizer Patrick Richter entwickelt worden. Sein StartUp Agile Wind Power AG möchte die vertikalen Windräder vermarkten.
Die Achse, um die das Windrad dreht, die steht vertikal, während das bei den konventionellen Anlagen horizontal ist, wo die Rotorblätter angebracht sind. Und bei uns ist da halt eine vertikale Achse und dort auch senkrecht angebracht die Rotorblätter.
Die Rotorblätter drehen sich senkrecht gestellt wie große Antennen eines Mobilfunkmastes um die Turmachse. Die Technik ist nicht neu: Solche vertikalen Anlagen gibt es schon lange, allerdings im viel kleineren Maßstab, auf Hausdächern etwa. Das Problem bisher: Im größeren Maßstab wirken zu starke Fliehkräfte auf Lager und Rotoren, das Material ermüdet schnell und bricht am Ende.
Richter hat mit seinem Ingenieur-Team zehn Jahre daran getüftelt und ein intelligentes Steuerungssystem entwickelt, das Materialermüdung verhindern soll. Jedes der drei senkrecht im Wind stehenden Rotorblätter wird dabei permanent und individuell „gepitcht“, das heißt optimal in den Wind gestellt. Dieses Justieren geschieht ständig und ermöglicht es, auch vertikale Anlagen im großen Maßstab zu bauen.
Die Pilotanlage im nordrhein-westfälischen Grevenbroich ist 105 Meter hoch und hat eine Nennleistung von 750 Kilowatt. Dabei verursacht sie deutlich weniger Lärm als herkömmliche Windräder. Sie sind nach Angaben des Unternehmens sogar dreimal leiser:
Dadurch können wir auch Standorte erschließen, die heikel sind, wo es Abstände braucht. Da können wir vielleicht eben eine Anlage hinstellen, wo es mit einer konventionellen nicht mehr geht. Eine konventionelle Anlage hat heute einen Schallleistungspegel von 100 bis 105 Dezibel, und unsere Anlage bewegt sich zwischen 80 und maximal 85 Dezibel.
Patrick Richter, Entwickler von "Vertical Sky"
https://www.swr.de/wissen/vertikale-windraeder-100.html
Vertikale Windkraftanlagen sind durch eine Rotorachse in vertikaler Lage (Standachse) gekennzeichnet. Die ersten von Menschen gebauten Windanlagen hatten eine vertikale Achse: Die sogenannte
persische Windmühle reicht zurück bis ins 7. Jahrhundert. Unter den vertikalen Windrädern gibt es unterschiedliche Bauformen wie den Darrieus-Rotor und den Savonius-Rotor sowie Mischformen.
Im Laufe der Zeit haben sich Windanlagen mit horizontaler Rotorachse durchgesetzt. Aber das Interesse an vertikalen Windanlagen ist heute noch groß, das besondere und oft schöne Design der
Rotoren weckt die Neugier vieler Menschen. Neue Hersteller kommen auf den Markt.
Doch inwieweit können Vertikalläufer die Ansprüche moderner Energietechnik erfüllen? Können Gebäude damit effizient mit Strom versorgt werden? Hier werden die wichtigsten Fakten zu vertikalen
Kleinwindkraftanlagen erläutert.
https://www.klein-windkraftanlagen.com/technik/vertikale-windkraftanlagen/
https://erneuerbare-energien-aktuell.de/windenergie/vertikale-windkraftanlagen/
