Vision und Philosophie


 

"Wenn einer allein träumt, ist es nur ein Traum.
Wenn viele gemeinsam träumen, ist das der Anfang einer neuen Wirklichkeit."
(Friedensreich Hundertwasser)

 

 

„Verändere deine Gedanken und du veränderst die Welt.“

Dalai Lama

 

 

 

Unsere Vision

 

 

Stell dir vor du lebst in einer sauberen, gesunden Natur voller Grün, Artenreichtum, vielfältigem Leben und fühlst dich wie ein Teil von ihr.

Du kannst essen was an Bäumen, Büschen, Sträuchern, Gemüse und Pilzen wächst

und klares Wasser aus dem Bach trinken. Die Natur lädt dich zum Verweilen und zu lustvollem Genießen ihrer Früchte in ihrem Reich ein.

 

Du bist sicher, dass Boden, Wasser und Nahrung sauber, gehaltvoll, frisch und lebendig sind, denn die Wirtschaft hat sich längst umgestellt auf langlebige Produkte, vorwiegend aus Naturmaterialien und auf echte Stoffkreisläufe, die optimiert wurden auf geringste negative Auswirkungen auf die Umwelt.

 

Du kannst mit deinen Mitmenschen frei und ungezwungen reden,

denn du wirst wertgeschätzt als Mensch und als Teil des Wunders auf dieser Erde.

Dein Wissen erweitert sich ständig und widersprüchliche Informationen gehören zu einer lebendigen Welt, die nicht glaubt, dass das Wissen von heute für alle Zeit Bestand haben wird.

 

Du bist dankbar für kritische Fragen und Anmerkungen,

denn sie helfen dir, deinen Kenntnisstand zu erweitern und zu festigen.

Niemand fühlt sich angegriffen, wenn jemand eine andere Meinung oder Sichtweise hat, sondern er fühlt sich bereichert durch die vielfältigen Denkmuster oder fragt nach den Informationen, die zu der Sichtweise geführt haben.

 

Die gemeinsamen Wünsche und Bedürfnisse sind allen wichtiger als kleine Unterschiede im Denken und Handeln.

 

Die Menschen haben das Zeitalter des Konkurrierens, jeder gegen jeden, hinter sich gelassen und haben die friedliche Kooperation miteinander und mit der Natur wieder zur wichtigsten Grundlage ihres Handelns gemacht.

 

Die extreme Ungleichheit zwischen den Menschen ist besiegt, denn alle haben verstanden, dass Privilegien für Einige auf Kosten der Mehrheit zur Spaltung der Gesellschaft, Machtgefälle, Abgrenzung und negativen Emotionen führen.

 

Du bist nun endlich wirklich angekommen auf deinem Heimatplaneten

und kannst, getragen durch die Gemeinschaft und die Natur, die Möglichkeiten deines Seins auf zwanglose Weise erkunden. Du kannst in Ruhe und Gelassenheit Fortschritte in der Menschlichkeit und im sozialen  Miteinander machen und dich auf deine Weise mit deinen Fähigkeiten zum Wohl aller Wesen einbringen.

 

 

 

"Wir müssen idealistisch sein -

dann werden aus uns wahre echte Realisten"

 

Victor Frankl (1905 - 1995)

 

 


Philosophie

Unsere Erde schenkt uns alles was wir brauchen.
Das Leben, die Nahrung die Unterkunft.
Wir wollen ihr und ihren Wesen unsere Dankbarkeit, unseren Respekt und liebevolle Aufmeksamkeit schenken.

 

Erotische Ökologie

 

https://lesen.oya-online.de/texte/624-erotische-oekologie.html


 

Unsere Heimat

 

'Home'     

                                 

We are living in exceptional times. Scientists tell us that we have 10 years to change the way we live, avert the depletion of natural resources and the catastrophic evolution of the Earth's climate.

                                     youtube.com   

Deutsche Version

 

https://www.youtube.com/watch?v=TIYikJKTyb0

 



 

Vom Denken zum Handeln

 

Global gesehen bedeutet das, dass wir der Erde nicht mehr abverlangen dürfen, als sie erneuern kann.

 

Ein Beispiel für ein Ungleichgewicht ist die industrielle Landwirtschaft.

Allein für die hiesige Tierproduktion wird in Südamerika auf einer Fläche von 2,5 Millionen Hektar Soja (Stand 2016) in Monokultur angebaut, ganze Landstriche werden per Flugzeug mit Pestiziden und Insektiziden ohne Rücksicht auf die dort lebenden Menschen überzogen – wofür Wälder zerstört und Menschen von ihrem Land vertrieben werden. Etwa 25 Prozent der jährlichen globalen Treibhausgasemissionen sind auf die Lebensmittelproduktion zurückzuführen – besonders auf die Fleischerzeugung.

Vielfach wird in der industriellen Landwirtschaft das Bodenleben und die Artenvielfalt zerstört durch Bearbeitung mit Kunstdünger und Pestiziden, sowie schwerem Gerät, was zur Verdichtung des Bodens führt.

Viele der fruchtbaren Böden Mitteleuropas haben nur noch einen sehr geringen Humusanteil zwischen 2,4 und 1,8%, was zu einem "Umkippen" der Böden führen kann.

Auch die Verunreinigung von Luft und Grundwasser stellen bereits seit Jahrzehnten ein grosses Problem dar.

Für jede Kalorie, die von der industriellen Landwirtschaft erzeugt wird, werden ca. 7 - 12 Kalorien für Treibstoff, Kunstdünger und Spritzmittel verbraucht.

Diese Art des Wirtschaftens ist nicht zukunftsfähig, denn das Erdöl, von dem sie abhängt, geht zur Neige oder wird auch von Anderen Ländern beansprucht und der Ausstoss von Lachgas, CO2, Methan sowie  Giftstoffen, versauert unsere Böden, die Luft und die Meere und dezimiert die Artenvielfalt.

 

Zivilisationen steigen auf und gehen unter mit der Qualität ihrer Böden.                                                                                  Geo.de   

("Auch das in der Nationalen Biodiversitätsstrategie festgelegte Ziel, den Artenschwund in der Agrarlandschaft bis 2020 (ursprünglich: 2010) zu stoppen, scheint demnach in Frage gestellt.")

 

Ein Lösungsansatz wäre die Abkehr von einem rein profitorientierten System - hin zu einem kooperativen und solidarischem Miteinander, zb. in Genossenschaften aber auch in Form von Förderung des Kleinbauerntums, um nur zwei Beispiele zu nennen.

In diesem Sinne möchten wir die solidarische Landwirtschaft vor Ort unterstützen.

 

Viele Lebensprozesse laufen in Kreisläufen ab, so dass die Energien erhalten bleiben. Daran wollen wir uns orientieren. Eine verstärkte Einführung von echten Kreislaufwirtschaften kann den Verbrauch von Ressourcen enorm senken.

 

Bei der Verbesserung von Produkten muss die Entwicklung statt zur Profitmaximierung - zur Reduzierung des Energieverbrauches und zur Optimierung ihrer Umweltverträglichkeit bei ihrer Herstellung führen. - Z.B. durch die Verwendung nachwachsender Rohstoffe, dort wo es sinnvoll ist.

Lange Haltbarkeit wäre ein weiteres Kriterium und nach Ablauf ihrer Lebensdauer sollten die Dinge entweder kompostierbar sein, oder in einen echten Stoffkreislauf (z.B. Recycling von sortenreinem Plastik) zurückgeführt werden können.

 

Repaircafés und Secondhandgeschäfte erweitern die Lebensdauer von Produkten und verringern damit deren ökologischen Fussabdruck.

 

Auch die Energieversorgung mit dezentraler erneuerbarer Energie ist ein wichtiges Thema sowie das Einsparen von Energie durch gemeinsame Nutzung von Werkzeugen, Autos (Car-sharing), besserer Dämmung der Wohnräume, Energierückgewinnung etc.
 
Beispiele für ein kooperatives, konstruktives und gemeinwohlorientiertes Handeln, das sich für die Stärkung dieser Zielsetzungen einsetzt, bieten gemeinnützige kooperative Bewegungen, Genossenschaften, Open Source Projekte oder auch die Schenkökonomie sowie die Transition-Town Initiativen.

 

Außerdem kommen durch solche Initiativen, nach unserer Erfahrung, die Menschen wieder mehr in persönlichen Kontakt miteinander und setzen sich viel selbstverständlicher für das Gemeinwohl ein, das uns alle verbindet und unter Umständen viel mehr bereichern kann als automatisiertes übertriebenes Konsumverhalten.
 
Für uns ist die Mitarbeit an der Stärkung des ökologischen Bewusstseins auf diesen Ebenen notwendig und auch sinnstiftend.

Wenn wir alle mit anfassen, dann können wir es noch schaffen das Leben auf der Erde zu retten.

 


Kommentar von R. Gehrke zu dem Film unten:

 

Wollen wir wirklich so weiter wirtschaften oder besser gesagt wurschteln? 

Nur für starke Nerven!

Aber sehr aufschlussreich.

 

Zitate: "Wir haben Mittelmäßigkeit dort normalisiert wo Mut gefragt wäre."

 

          "Wir stehen an einem entscheidenden Punkt der Menschheitsgeschichte und             die Herausforderungen betreffen schon lägst nicht mehr nur die Umwelt. 

           Es geht um unser Überleben! Die kommende Revolution muss mehr sein als             politisch oder technologisch, sie muß eine Revolution des Bewusstseins und             der Empathie sein. Unsere Entscheidungen sowohl persönlich als auch                     kollektiv müssen von einem unbeirrbaren Engagement für den Schutz des               Lebens auf der Erde geleitet sein. Das 21. Jahrhundert, so kritisch wie                     ungewöhnlich bietet uns die Chance unsere Fehler zu erkennen und                         darüber hinaus zu wachsen. Der Weg den wir wählen liegt in unserer                     Hand." ...

 

Auch Hilfsbereitschaft und Solidarität werden als leuchtende Beispiele für einen besseren Weg gezeigt.

Schlussbotschaft: 1.19.00

 

 

Dokumentation

 

Natur - Die Geschichte unseres Planeten

 

Mit atemberaubenden Bildern von Menschen, Tieren und Landschaften zeigt der vielfach preisgekrönte französische Filmemacher Yann Arthus-Bertrand in seinem bisher persönlichsten Film die unfassbare Vielfalt unserer Welt.


Yann Arthus-Bertrand stellt die entscheidende Frage: Wie lange können wir diese Schönheit und unseren einzigartigen Planeten noch bewahren?

 

Hommage an unseren Planeten

Er erzählt aus seiner persönlichen Sicht heraus, wie der Planet entstand, sich entfaltete und wir daraus ein Heim für acht Milliarden Menschen machten. Und wie all das auf dem Spiel steht, weil wir es übertrieben, die Natur überfordert und über alle Maßen ausgebeutet haben. Der Film zeigt uns das Leben auf der Erde – in all seiner Pracht, Verletzlichkeit und Widersprüchlichkeit.

Es ist eine Hommage an unseren Planeten, aber auch ein eindringlicher Appell des Filmmachers, Verantwortung zu übernehmen. Denn eines steht fest: Einen Planeten wie die Erde gibt es nur einmal.

 

Bertrand erzählt die Geschichte unseres Planeten neu

Um die unermessliche Vielfalt der Erde in Bildern einzufangen, reicht ein einzelnes Filmteam nicht aus. Bertrand macht aus dieser Herausforderung eine Stärke: Mit Unterstützung Dutzender Filmemacherinnen und Filmemacher aus aller Welt entstand ein visuell überwältigendes Werk – getragen von modernster Filmtechnik, spektakulären Drohnenaufnahmen und einer eindrucksvollen Bildsprache.

Von den Gletschern der Arktis bis in die Wüsten Afrikas, von den größten Meeressäugern bis zu den kleinsten Insekten, von Menschen in Europa bis in die Mongolei und nach Indien – Bertrand erzählt die Geschichte unseres Planeten neu: Wie der Mensch mit seiner Kreativität und Technik Naturkräfte gebändigt, Städte geschaffen und ganze Landschaften geformt hat – und wie er nun an einem Scheideweg steht.

 

Für den Erhalt unserer Erde

Bertrand zeigt nicht nur, was auf dem Spiel steht, sondern auch Wege, wie wir die Erde retten – oder zumindest bewahren – können. Seine filmische Reise, die vor Jahrmilliarden beginnt und bis heute andauert, ist zugleich eine Liebeserklärung und eine Mahnung. Sie soll uns dazu bewegen, unsere Erfindungsgabe nicht länger gegen, sondern für den Erhalt unserer Erde einzusetzen.

Eine besondere Rolle gibt er dabei den Frauen: angefangen von der kürzlich verstorbenen Jane Goodall, die ihm nicht nur Inspiration, sondern mit ihrer Sicht auf die Natur sogar Offenbarung war, bis hin zu den Frauen heute, die vieles unternehmen, den Planeten zu retten. Ihnen gebührt dann auch das Schlusswort zu diesem ungewöhnlichen Film.

 

Ein Film, der uns die Welt mit neuen Augen sehen lässt

Der Film beeindruckt nicht nur inhaltlich, sondern auch technisch. Mit einer außergewöhnlichen Vielfalt an Stilmitteln – von hochauflösenden Makroaufnahmen bis hin zu spektakulären Drohnenbildern entsteht ein Werk, das Kunst, Wissenschaft und Engagement vereint. Ein Film, der uns die Welt mit neuen Augen sehen lässt – und uns daran erinnert, dass ihre Zukunft in unseren Händen liegt.

 

Verfügbar weltweit bis 15.12.2030

 

https://www.3sat.de/dokumentation/natur/251215-film-von-yann-arthus-bertrand-natur-die-geschichte-unseres-planeten-dokfilm-102.html

 

 

  • „Die Grundlage des Weltfriedens ist das Mitgefühl.“

Dalai Lama

 



 

Weiter führendes

 

Beispiele für Menschen und Organisationen die sich auf den Weg gemacht haben

 

Weitere Organisationen unter:

Nahestehnde Organisationen

 


 

All you need is less | Niko Paech | TEDxMünchen

 

 

Niko stellt die zeitökonomische Theorie der Suffizienz vor. Diese betont, dass Konsum nur dann Nutzen stiftet, wenn ihm ausreichend persönliche Zeit gewidmet wird. Niko Paech ist deutscher Volkswirt. Er lehrt und forscht an der Universität Siegen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Umweltökonomie, der Ökologischen Ökonomie und der Nachhaltigkeitsforschung. Paech argumentiert in seiner Theorie der Suffizienz, dass Zeit eine begrenzte Ressource ist, die klug zwischen Arbeit, persönlichen Bedürfnissen und Konsum aufgeteilt werden muss.

 

https://www.youtube.com/watch?v=Go9qGGgX_xw

 


 

Buchempfehlung:

 

Rutger Bregman:

Im Grunde gut

 

Eine neue Geschichte der Menschheit.

Hamburg: Rowohlt (2020)

 

Kernaussagen

„Der Mensch ist von Natur aus böse.“ Dieser weitverbreiteten Meinung stellt sich Rutger Bregman entgegen. Ausgehend von seiner wissenschaftlichen Recherche zur Geschichte und Psychologie menschlichen Verhaltens argumentiert er dafür, den Menschen als „im Grunde gut“ zu betrachten. Zwar tun Menschen Böses, aber gerade wegen des negativen Bildes anderen Menschen gegenüber. Erst die Überwindung unseres Zerrbildes über uns als Menschheit wird dazu beitragen, eine gerechtere und ökologisch verantwortliche Gesellschaft zu schaffen.

 

 

Aus dem Inhalt:

 

Blickt man auf die Evolutionsbiologie, so unterscheiden sich Menschen nicht durch eine höhere Intelligenz von Artverwandten wie Schimpansen oder Orang-Utans, sondern durch die sozialen Lernfähigkeiten. Menschen allein erröten bei einer emotionalen Reaktion oder geben ihre Blickrichtung durch das Weiße in den Augen preis, wohingegen alle anderen Primaten verdunkelte Augäpfel besitzen. Auf diese Weise sind wir ein offenes Buch für unsere Mitmenschen, was Kommunikation, Vertrauen und damit gegenseitiges Lernen erleichtert.

 

Während hohe Intelligenz den Erfindungsgeist fördert, geht sie oft mit einer geringeren sozialen Kompetenz einher. Je geringer die soziale Kompetenz ist, desto schwieriger wird das Lernen voneinander. Das soziale Lernen gilt jedoch als die größte Stärke des Menschen. Denn soziales Lernen ermöglicht eine schnellere kollektive Anpassung an neue Umweltentwicklungen. Die Neandertaler hingegen waren dazu nicht in der Lage; trotz ihrer individuell großen Intelligenz.

 

Auch die These, dass Menschen von Natur aus zu Gewalt neigen, ist aus heutiger Sicht wissenschaftlich nicht haltbar. Vergangene Studien, die die Gewaltneigung zu belegen glaubten, haben sich in vielerlei Hinsicht als methodisch falsch erwiesen. Zum Beispiel wurden in einer bekannten Studie zu Unrecht Tote als Opfer der Gewalt im untersuchten Volke gezählt, obwohl sie eigentlich von zivilisierten Nachbarn erschossen worden waren. Neue Studien zur Entwicklung von „Jägern und Sammler“-Gesellschaften belegen sogar die große Freundlichkeit der Menschen. Kleine Nomadengruppen reisen fortwährend, aber wenn sie sich treffen, dann essen und feiern sie gemeinsam und nicht selten vermischen sich die Gruppen immer wieder untereinander.  

 

„Zum größten Teil unserer Geschichte haben wir nicht Besitztümer angehäuft, sondern Freundschaften.“

 

Auch Ausgrabungen des Homo sapiens aus der Zeit seines Naturzustandes, vor dem Beginn der Landwirtschaft, bieten keinerlei Beweise für eine massenhafte Gewaltneigung. Gewalt trat etwa bei Fehlverhalten Einzelner auf, die sich ohne Grund über die Interessen der Gruppe zu stellen versuchten. Gleichheit war innerhalb der Gruppe besonders wichtig. Von ihr wurde nur dann abgewichen, wenn ein Stammesmitglied durch eine Fähigkeit oder Kompetenz temporär der Gruppe als Ganzes helfen konnte. Im Vergleich zu den Neandertalern war Gleichheit in den Stämmen des Homo sapiens auch durch die Gleichberechtigung der Geschlechter viel stärker und führte zu einem vielfältigeren Netzwerk und einem intensiveren Wissensaustausch.

 

Wann begannen aber dann die ersten Kriege und warum? Nach der letzten Eiszeit vor 15.000 Jahren fingen Menschen an, sich im verbesserten Klima zwischen Nil und Tigris niederzulassen, weil dort besonders fruchtbare Natur zur Verfügung stand.

 

„Faszinierend ist, dass in genau dieser Periode nach dem Ende der Eiszeit auch die ersten Kriege ausbrechen. Genau zu der Zeit, als wir uns an einem Ort niederließen, errichteten wir auch die ersten militärischen Befestigungen, zeigt sich an archäologischen Untersuchungen. […] Es sind zahlreiche Skelettüberreste ausgegraben worden, die sich auf diese Zeit datieren lassen; sie zeigen deutliche Anzeichen von Gewalt. Wie konnte es so weit kommen? Wissenschaftler vermuten wenigstens zwei Ursachen. An erster Stelle gab es jetzt Besitz, um den man kämpfen konnte, vor allem um Land. An zweiter Stelle hat uns das sesshafte Leben misstrauischer gegenüber Fremden gemacht.“

 

.....

 

Wenn Menschen im Grunde gut sein sollten, ergibt sich die Frage, wie Gewalt dann überhaupt entstehen kann und warum es in Zeiten der Zivilisation und der Moderne besonders krasse Formen der Gewalt gab und noch gibt.

 

„Das größte Verbrechen in der Geschichte der Menschheit wurde nicht in einem primitiven Land begangen. Es geschah in einem der reichsten Länder der Erde, dem Land von Kant und Goethe, Bach und Beethoven.“

 

Eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Menschen Böses tun, ist die Überzeugung, damit etwas Gutes zu erreichen. So waren die Gräueltaten der Nazis nicht einfach von oben herab vorgegeben. Vielmehr arbeitete der Apparat Hitler zu. Sie standen in einem Wettbewerb um die beste Umsetzung von Hitlers Ideologie, wodurch sie sich mit immer radikaleren Maßnahmen übertrafen.

 

„Der Weg zur Hölle ist mit guten Absichten gepflastert. Aber das Böse ist nicht an der Oberfläche, es muss mit großer Mühe nach oben gepumpt werden. Und noch wichtiger: Es muss sich immer als das Gute tarnen.“

 

Auch die Philosophin Hannah Arendt zeigte sich während ihrer Beobachtung des Eichmann-Prozesses beunruhigt darüber, dass Adolf Eichmann schrecklich normal und seine Bosheit erschreckend banal erklärbar war. Nicht Gehorsamkeit, sondern Konformismus drängen den Menschen dazu, auch dann noch Böses zu tun, wenn es seiner eigentlichen Natur widerspricht.

 

Die deutschen Soldaten im Zweiten Weltkrieg zum Beispiel waren bekannt für ihre Willensstärke. Interviews unter gefangenen Wehrmachtssoldaten zeigten jedoch, dass der Grund für ihre Moral nicht die starke Identifikation mit der Nazi-Ideologie war. Die Opferbereitschaft der Soldaten erwuchs aus der Freundschaft zueinander, die die Wehrmacht gezielt zu fördern wusste.

 

„Der Mechanismus, der uns zur liebenswertesten Spezies macht, hat uns auch in die grausamste Gattung auf dem Planeten verwandelt.“

 

Die Empathie zu unseren nächsten Mitmenschen kann uns blind dafür machen, welches Leid wir zum Wohle der einen anderen zufügen. Ähnlich verhält es sich mit dem Verhältnis der Menschen zu Macht. Experimente zu Gruppendynamiken unter jungen Menschen haben ergeben, dass eher die freundlichsten und sympathischsten eine Führungsrolle erlangen. Aber wenn Macht einmal erreicht wurde, ändert sich das Verhalten.

 

„Sie verhalten sich so, als hätten sie einen Hirnschaden erlitten. Im wörtlichen Sinne. Sie sind impulsiver, egoistischer, rücksichtsloser […].“

 

Unglücklicherweise verhält sich dieser Effekt auch umgekehrt. Fühlen sich Menschen machtlos, werden sie unsicher und zweifeln an sich. Hier handelt es sich um das Gegenteil des Placebos, den Nocebo-Effekt: Wird suggeriert, ein Medikament mache fälschlicherweise krank, fühlt sich auch der Patient so. Wenn aber Mächtige sich Überlegenheit und Machtlose sich Schwäche einreden, verstärkt dies das Auseinanderdriften noch weiter.

 

Rutger Bregman legt eine überzeugende Analyse über die positiven Eigenschaften der Menschen dar und schärft dadurch das eigene Bewusstsein für die Bedingungen, durch die Menschen von einem guten Weg abkommen. Das über 400 Seiten umfassende Werk ist mit vielen Geschichten und Fallbeispielen gespickt, die Bregman in seinem spannenden Erzählfluss miteinander verknüpft, ohne seine zentrale These aus den Augen zu verlieren: Als Individuen und als Gesellschaft müssen wir uns neu mit unserem Bild voneinander auseinandersetzen.

 

Das Menschenbild politischer Bewegungen prägt ihr politisches Programm. So war es auch bei der Sozialen Demokratie, die historisch gesehen die Idee der Solidarität und des Sozialstaates mit einem positiven Menschenbild begründete. Deswegen war die Einführung von Hartz IV Gegenstand harter Debatten, weil sie damit dem neoliberalen Zeitgeist mit einem skeptischen Menschenbild, insbesondere von Arbeitslosen, Rechnung trug. Hartz IV war verbunden mit einer Vielzahl von Regeln, durch die man zum Ausdruck brachte, dass man den Menschen nicht eigenständig zutraute, sich eine berufliche Perspektive aufzubauen. Das neue Sozialstaatskonzept von 2019 befriedete die Debatte durch die Forderung nach einem auskömmlichen Bürgergeld und die Überwindung von Sanktionen.

 

Ähnliche Debatten über unser Menschenbild stehen in vielen anderen Politikfeldern an, zum Beispiel dem Klimaschutz. Bemerkenswert ist dabei Bregmans Hinweis zum Menschenbild der Klimabewegung, die den Menschen ausschließlich auf seine negative Rolle als Ursache des Klimawandels reduziert.

 

„Zu viele Umweltschützer unterschätzen die Wehrhaftigkeit des Menschen. Und ich fürchte, dass ihr Zynismus zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung werden kann, ein Nocebo, das entmutigt und die Erderwärmung dadurch nur beschleunigt. Auch die Klimabewegung braucht einen neuen Realismus.“

 

Menschen stellen aber auch die Lösung für den Klimawandel dar, wenn sie in der Breite mobilisiert werden, neue Lösungen für das Wirtschaften und Zusammenleben zu finden. Das gilt für neue Mobilitätskonzepte in der Stadt genauso wie für eine Installation von Windkraftanlagen auf dem Land, die für die Menschen akzeptabel und profitabel sind.

 

Wie Menschen auf dem Weg in Transformationsprozesse mitgenommen werden können, ist eine Herausforderung, die die repräsentative Demokratie allein wahrscheinlich schwierig zu gestalten vermag.

 

Neue Instrumente direkter Beteiligung wie Bürgerhaushalte oder zufällig zusammengesetzte Bürgerräte könnten diese Prozesse auf lokaler Ebene anstoßen, wenn hierfür die politischen Rahmenbedingungen stimmen, etwa durch Beteiligungen der Leute an den Gewinnen örtlicher Windparks.

 

 

https://www.fes.de/akademie-fuer-soziale-demokratie/buch-essenz/rutger-bregmann-2020-im-grunde-gut-eine-neue-geschichte-der-menschheit

 

 

 


 

Klimawandel stoppen. Leben ändern.

Wohlstand ohne Wachstum

 

Wir brauchen kein grün angepinseltes Weiter-so, sondern müssen jetzt endlich unser Leben entrümpeln und entschleunigen.

 

Niko Paech

 

https://www.52wege.de/wohlstand-ohne-wachstum

 

https://www.52wege.de/veraenderung

 

https://www.52wege.de/die-graswurzelrevolution

 

 


Wachstum,

was nun?

 

Kommentar der Red.: 

Gut ausgebildete, studierte junge Menschen in Amerika verschreiben sich der lokalen ökologischen Erzeugung von Lebensmitteln, statt an ihrem gut bezahlten Arbeitsplatz zu bleiben.

 

Warum tun sie das?

Das und vieles mehr zeigt der Film:

Wachstum was nun?

 

                                                                                                        youtube.com

 


 

 

WIR, souveräne Lebewesen, reines Bewusstsein, reine Liebe,
erkennen an, dass der Mensch Teil des Ökosystems Erde ist.

Wir haben erkannt, dass unsere Gesundheit untrennbar mit der Gesundheit der Pflanzen,
der Tiere, der Gewässer, der Böden, der Luft
und den kosmischen Zyklen verbunden ist.

Wir erinnern uns an die uns innewohnende Schöpferkraft und an unser unendliches Entwicklungspotenzial.

Gemeinsam manifestieren wir eine Neue Erde,
auf der alles Leben wertgeschätzt wird.

 

Das vorliegende Manifest ist keine finale Version,
sondern eine durch Dutzende von Menschen erschaffene
Vision einer nahen Zukunft
mit riesigem Wachstumspotenzial, die sich durch das gemeinsame Wirken von uns allen weiter entfalten darf.
Es ist sozusagen eine erste Grundlage, um unsere Welt von morgen
bereits heute gemeinsam zu erträumen und zu erschaffen.

 

 

https://livingearth.one/manifest-der-neuen-erde

 

https://www.youtube.com/watch?v=aclbc4hFRO8

 

 


VENEZUELA:

Ein kooperatives Projekt besteht in der Krise

 

Permanente Reflektion
Mithilfe einer ständigen Reflektionstätigkeit, die in unserem tagtäglichen Tun ihren Ausgangspunkt hat, wollen wir Schritt für Schritt das Individualistische und nur Selbstbezogene, den Hang zu hierarchischen Strukturen, zur Anhäufung von Gütern und Gewinnen, und zur fragmentierten und verdinglichten Sichtweise unserer westlichen Zivilisation, deren Tendenzen wir alle auf die eine oder andere Weise in uns tragen, transparent machen; denn wenn wir sie transparent machen, besteht die Möglichkeit, sowohl die Emotionen als auch die Logik, die in unseren Gesellschaften dominant sind, zu überwinden:

Das ist auch der Grund, warum bei uns z.B. Manager·innen, «Führungskräfte» und die Verkettung in «Oben-Unten-Beziehungen», die vertikalen Entscheidungslinien, keinen Platz mehr haben.
Diese Reflektion spiegelt sich in der Tatsache, dass wir uns in und zwischen den verschiedenen Bereichen der Organisation insgesamt 3'000 Mal pro Jahr zusammensetzen. Zumindest eine wöchentliche Versammlung in jedem der Tätigkeitsbereiche und ca. 250 Treffen übergreifender Natur in unserem Netzwerk. Dabei werden z.B. die Preise für die Güter, die dort zirkulieren, kollektiv beschlossen. Das heisst, weder der Markt noch Preis- «Verhandlungen» unter uns sind die entscheidende Instanz, sondern der Konsens auf der Basis von Angemessenheit.  .....                                                                 

                                                                                                forumcivique.org

 

 


 

 

TOMORROW -

Die Welt ist voller Lösungen - Trailer (HD)

 

Was, wenn es die Formel gäbe, die Welt zu retten? Was, wenn jeder von uns dazu beitragen könnte? Als die Schauspielerin Mélanie Laurent („Inglourious Basterds“, „Beginners“) und der französische Aktivist Cyril Dion in der Zeitschrift „Nature“ eine Studie lesen, die den wahrscheinlichen Zusammenbruch unserer Zivilisation in den nächsten 40 Jahren voraussagt, wollen sie sich mit diesem Horror-Szenario nicht abfinden. Schnell ist ihnen jedoch klar, dass die bestehenden Ansätze nicht ausreichen, um einen breiten Teil der Bevölkerung zu inspirieren und zum Handeln zu bewegen. Also machen sich die beiden auf den Weg. Sie sprechen mit Experten und besuchen weltweit Projekte und Initiativen, die alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen verfolgen. Was sie finden, sind Antworten auf die dringendsten Fragen unserer Zeit. Und die Gewissheit, dass es eine andere Geschichte für unsere Zukunft geben kann.

                                                                                                         youtube.com

 


 

 

Buchtipp: Politik des Herzens

 

Nachhaltige Konzepte für das 21. Jahrhundert. Gespräche mit Vordenkern und Visionären. Dieses Buch besteht aus Interviews mit Politikern, Umweltschützern, Wissenschaftlern u.v.m. über deren Ideen, Anregungen und Kritiken an eine nachhaltige Umweltpolitik für das 21. Jahrhundert. Wie lange können wir so weitermachen, wie wir machen? © Bild und Text Arun-Verlag. Lüpke, Geseko von, Hrsg. (2008): Politik des Herzens - Nachhaltige Konzepte für das 21. Jahrhundert - Gespräche mit Vordenkern und Visionären, Uhlstädt-Kirchhasel: Arun-Verlag

 

https://www.michaelditsch.de/erde-mensch/tiefenoekologie

 

 

 


Buchtipp:

GEWINN FÜR ALLE
Wie wir mit Genossenschaften den Kapitalismus überwinden
Konny Gellenbeck (Hg.)                                                  

 



 

Alternative zum Kapitalismus

Genosse Bürger

 

Metamorphosen einer Idee gemeinschaftlichen Wirtschaftens

Selbsthilfe, Zusammenarbeit, Gemeinwohlorientierung: Nach der Erfahrung des Neoliberalismus finden die Werte der genossenschaftlichen Idee wieder zunehmend Beachtung.                      

                                                                                                Deutschlandfunk

 


Ökonomie der Unersättlichkeit 

      

Der Kapitalismus und seine Ideologie des grenzenlosen Wachstums habe uns zwar Wohlstand beschert ...

„…doch zugleich den größten Vorzug dieses Wohlstandes weggenommen: das Bewusstsein, genug zu haben.“

Gerade um dieses Bewusstsein aber sei es den Denkern der Antike und Vormoderne gegangen, denen die Vorstellung eines unbegrenzten Wachstums fremd gewesen sei.

                                                                                  deutschlandfunk

 

 

Buchrezension: „Es reicht! Abrechnung mit dem Wachstumswahn“ (Serge Latouche)                                            unternehmensgruen.org

 

 

Wachstumswahn -

Wie wir uns selbst vernichten                                   Christian von Ditfurth

Soziales Elend und Umweltzerstörung auf unserem Globus könnten nur dann eingedämmt werden, wenn die Welt abrückte von der Wahnstatistik des Wachstums als Leitkriterium menschlicher Entwicklung. Das wäre Ausdruck menschlicher Lernfähigkeit im Gegensatz zu allen ideologischen Verrenkungen der nationalen und internationalen Politik, die sich auf Umwelt- und anderen Gipfeln an Ökokosmetik berauscht.  ...... 

Dabei ist die Sachlage einfach: Eine weitere Steigerung der Produktivität kostet Energie und Rohstoffe und bringt zusätzliche Abfälle, Abgase und Abwässer hervor. Die Erde ist endlich, und endlich sind auch ihre Ressourcen wie ihre Fähigkeit, die Last des Wachstums zu tragen. ..........

Obwohl die Nahrungsmittelproduktion pro Kopf zunimmt, verschlechtern sich die Lebensbedingungen der Bevölkerungsmehrheit. Die Bodenpreise und die Pachtzinsen steigen mit wachsenden Erträgen, wodurch Pächter und Kleinbauern von ihrem Land verdrängt werden. Die Geldwirtschaft ersetzt fortschreitend den Naturalienaustausch; Inflation und steigende Agrarpreise aber reduzieren die so entstehende Kaufkraft. Landbesitz konzentriert sich in wenigen Händen, zum Teil von Spekulanten, die vom steigenden Bodenwert angelockt werden. Immer mehr Schulden drücken die kleinen Landbesitzer. Oft eignen sich mächtige Einzelpersonen bislang gemeinsam bewirtschaftetes Land an. Der Einfluß von Konzernen in der Agrarwirtschaft verstärkt sich. Armut und soziale Ungleichheit verschärfen sich, weil immer mehr Menschen aus der Landwirtschaft ausgestoßen werden. Die Gesamtmenge der Produktion ist der Maßstab aller Dinge, nicht die Teilnahme der Landbevölkerung daran. ....

  

Wenn Entwicklungshilfe ihren Namen verdiente, dann müßte sie weltweit "runde Tische" ins Leben rufen, an dem die Menschen vor Ort demokratisch entscheiden, wie sie ihre Produktion organisieren - ohne Einmischung korrupter Dritte-Welt-Eliten und ohne Bevormundung durch die Geberländer. Man wagt kaum, daran zu denken, daß etwa deutsche oder amerikanische Entwicklungshilfe davon ablassen könnte, die eigene politische und ökonomische Ordnung zum Maßstab aller Dinge zu verklären.                                                                                                                                                                                               www.cditfurth.de

 

Wachstumswahn

Was uns in die Krise führt und wie wir wieder herauskommen.

"In Europa herrscht Alarmstimmung - wir bangen um unseren hart erarbeiteten Wohlstand. Ungebremstes Wachstum hat uns in eine tiefe Krise geführt, doch wenn man den Politikern glaubt, ist der einzige Ausweg daraus wiederum Wachstum."      

Christine Ax und Friedrich Hinterberger zweifeln daran, dass »immer mehr« auch »immer besser« ist. Sie erklären, woher die Wachstumsbegeisterung in der Vergangenheit rührte, widerlegen schlüssig das gängige Credo, dass es ohne endloses Wachstum nicht geht, und zeigen, warum Wachstum keine zeitgemäße Antwort auf die aktuellen Probleme mehr ist. In einer zukunftsfähigen Gesellschaft können auf anderen Wegen Arbeitsplätze geschaffen, Bildung und Pflege organisiert, Armut bekämpft und der Klimawandel verlangsamt werden - das machen die beiden Wirtschaftsexperten anhand von Beispielen auch ökonomischen Laien verständlich. Ihr Buch ist vor allem eine große Ermutigung: Wir brauchen vor der Zukunft keine Angst zu haben. Wir werden nicht mehr haben, aber besser leben!"     

                                                                                           denkwerkzukunft.de

 

 


Earth Overshoot Day: Sämtliche natürliche Ressourcen für 2017 sind aufgebraucht

 

Am 2. August 2017 waren laut Global Footprint Network (GFN) bereits sämtliche Rohstoffe und Naturleistungen aufgebraucht, die von der Erde innerhalb eines Jahres bereitgestellt werden können. Den Rest des Jahres leben wir von der Substanz und somit auf Kosten zukünftiger Generationen.   .........

Derzeit lebt die Menschheit, als hätte sie 1,71 Erden zur Verfügung 

                                                                                                                                                                                               www.bund-pinneberg.de

 

 

 

 

 

04.05.2023 - Deutschland hat Ressourcen für 2023 aufgebraucht

Erdüberlastungstag:

Was tun, um die Ökobilanz zu verbessern?

 

 

Hätte Deutschland ein Umweltkonto, würde sich die Bundesrepublik ab Anfang Mai verschulden: Die natürlichen Ressourcen sind für dieses Jahr aufgebraucht. Darauf macht der Erdüberlastungstag aufmerksam. Wie sich das Problem lösen ließe.

 

Wenn alle Menschen auf der Welt so leben würden wie die in Deutschland, wären bereits am Donnerstag (4. Mai) alle für dieses Jahr verfügbaren natürlichen Ressourcen verbraucht – es ist der deutsche Erdüberlastungstag. Das teilte das Global Footprint Network mit. Es wären drei Erden nötig, wenn der Rest der Welt genauso viele Emissionen ausstoßen und ähnlich mit Naturgütern umgehen würde wie die Bundesrepublik.

 

Die US-Nichtregierungsorganisation berechnet seit 1961 einen globalen Erdüberlastungstag, den sogenannten Earth Overshoot Day, und auch nationale Daten für einzelne Länder. Je früher das Datum, desto höher sind die Schulden, die die Welt auf ihrem imaginären Umweltkonto anhäuft. Es ist ein Rechenspiel mit ernüchterndem Ergebnis.

 

Der deutsche Überlastungstag

im internationalen Vergleich

Im Vorjahr fiel der symbolische Tag für die ganze Welt auf den 28. Juli. Deutschland, das den Tag wie in diesem Jahr bereits am 4. Mai beging, schneidet demnach deutlich schlechter ab als der globale Durchschnitt. Qatar schreibt sogar schon seit dem 10. Februar „rote Zahlen“.

 

https://www.rnd.de/wissen/erdueberlastungstag-deutschland-hat-ressourcen-fuer-2023-schon-aufgebraucht-O6UXPKGUDRFYTMDPF42CZZW4OQ.html

 

https://www.ardalpha.de/wissen/umwelt/nachhaltigkeit/earth-overshoot-day-welterschoepfungstag-klima-oekologischer-fussabdruck-100.html

 

 

Earth Overshoot Day: immer früher, immer teurer

1987 haben wir unser Ökokonto nur leicht überzogen: Damals war der Earth Overshoot Day "erst" am 19. Dezember. Seither rutscht er im Kalender immer weiter nach vorne.

 
Jahr Earth Overshoot Day
2000 01. November
2005 20. Oktober
2010 21. August
2011 27. August
2012 22. August
2013 20. August
2014 19. August
2015 13. August
2016 08. August
2017 02. August
2018 01. August
2019 29. Juli
2020 22. August (Corona-Krise!)
2021 29. Juli
2022 28. Juli

 

Dass wir von 2010 auf 2011 scheinbar ein wenig sparen gelernt haben, ist leider auch nur Statistik:

 

"Der Grund dafür ist leider nicht, dass wir weniger verbrauchen. Höchstens ein bisschen, wegen der Wirtschaftskrise. Nein, der eigentliche Grund ist, dass wir unsere Berechnungsmethode verändert haben."

Nicole Freeling, Pressesprecherin von Global Footprint Network

 

https://www.ardalpha.de/wissen/umwelt/nachhaltigkeit/earth-overshoot-day-welterschoepfungstag-klima-oekologischer-fussabdruck-100.html

 

Weitere Links:

https://www.overshootday.org/power-of-possibility/

 

 



Klima Kollekte

 

Tipps zum Reduzieren und Vermeiden von Treibhausgasen

Hier gibt es von uns regelmäßig Vorschläge, wie Sie CO2-Emissionen reduzieren können.
Dies schont das Klima und spart oft auch Zeit und Geld.    

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Zurück zur Menschlichkeit

 

WDR Lebenszeichen | 24.06.2018 | 29:03 Min.

 

Viele Menschen fühlen sich fremd: im Job, in ihren Beziehungen, in der rasant getakteten Welt. Manche verlieren sogar das Gefühl für sich selbst und ihren Kern. Ihre Sinne verkümmern, sie werden krank und brennen aus. Burnout als Volkskrankheit. Autorin: Karin Lamsfuß.


Tatanga Mani, in:


Weisheit der Indianer- Vom Leben im Einklang mit der Natur

 

„Vieles ist töricht an eurer Zivilisation.

Wie Verrückte lauft ihr weißen Menschen dem Geld nach,

bis ihr so viel habt,

dass ihr gar nicht lang genug leben könnt, um es auszugeben.

 

Ihr plündert die Wälder, den Boden,

ihr verschwendet die natürlichen Brennstoffe,

als käme nach euch keine Generation mehr,

die all dies ebenfalls braucht.

 

Die ganze Zeit redet ihr von einer besseren Welt,

während ihr immer größere Bomben baut,

um jene Welt, die ihr jetzt habt,

zu zerstören."


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In diesem Wiki wollen wir gemeinsam Informationen sammeln, die Transition-Initiativen für ihre Arbeit brauchen können. Dabei handelt es sich sowohl um Materialien für konkrete Projekte als auch um Hintergrundwissen zu den Transition-Themen.